Immobilienmarkt, Gleichgewichtszustand

Immobilienmarkt erreicht neuen Gleichgewichtszustand

26.01.2026 - 00:01:12

Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich, da Käufer sich an Bauzinsen um 3,5 Prozent gewöhnen. Experten erwarten stabile Konditionen, während gesunkene Preise die Erschwinglichkeit verbessern.

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich nach der Zinswende stabilisiert. Käufer gewöhnen sich an Bauzinsen um 3,5 Prozent, was zu einer spürbaren Belebung führt.

Die neue Zinsrealität: Akzeptanz statt Schock

Bauzinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent sind die neue Normalität. Für eine zehnjährige Sollzinsbindung sind aktuell Top-Zinsen von etwa 3,48 Prozent möglich. Damit ist klar: Die Ära der Null-Prozent-Finanzierungen ist vorbei. Diese Klarheit bringt Planungssicherheit zurück – und lockt wieder mehr Kaufinteressenten an den Markt.

Psychologische Wende belebt Transaktionen

Die rapide Zinswende der Jahre 2022 und 2023 hatte viele Käufer verunsichert und in eine Warteposition gedrängt. Jetzt setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein Rückgang auf historische Tiefststände unwahrscheinlich ist. Diese Akzeptanz ist der Schlüssel zur aktuellen Erholung. Private Käufer kehren zurück, die Transaktionszahlen steigen. Für eine Generation, die nur extrem günstige Kredite kannte, bleibt die monatliche Belastung zwar hoch – historisch betrachtet sind die Zinsen aber moderat.

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Experten erwarten stabile bis leicht steigende Zinsen

Die Mehrheit der Analysten rechnet für das erste Halbjahr 2026 mit einer Seitwärtsbewegung der Bauzinsen. Rund 60 Prozent der befragten Marktexperten erwarten stabile Konditionen, 40 Prozent einen leichten Anstieg. Treiber sind die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen, die voraussichtlich zwischen 2,6 und 2,9 Prozent liegen werden. Von der EZB sind kurzfristig keine impulsiven Leitzinssenkungen zu erwarten. Stabile Wirtschaftsdaten in der Eurozone stützen dieses Szenario.

Erschwinglichkeit trotz höherer Zinsen

Paradoxerweise hat sich die Lage für Käufer zuletzt verbessert. Der Grund: Die Immobilienpreise sind nach der Korrekturphase gesunken oder stabil geblieben, während die Reallöhne stiegen. Ein aktueller Erschwinglichkeitsindex liegt deutlich im grünen Bereich. Die gesunkenen Kaufpreise kompensieren also teilweise die höheren Finanzierungskosten. Banken prüfen Bonität und Eigenkapital jedoch nach wie vor sehr streng.

Was bedeutet das für Kaufinteressenten?

Eine deutliche Entlastung bei den Bauzinsen ist nicht in Sicht. Käufer sollten sich auf das aktuelle Niveau einstellen. Der Markt bietet nach der Preiskorrektur jedoch neue Einstiegschancen – getrieben vom anhaltenden Wohnungsmangel. Die Devise lautet jetzt: Realistisch kalkulieren und Angebote sorgfältig vergleichen. Die Phase der Schnäppchen-Finanzierungen ist vorbei, doch die neue Stabilität schafft eine verlässliche Basis für die Investition in Wohneigentum.

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