Immobilienmarkt in der Grafschaft Bentheim bricht ein
12.03.2026 - 03:00:50 | boerse-global.deDas Angebot an Kaufimmobilien in der Grafschaft Bentheim ist im vierten Quartal 2025 um rund 30 Prozent eingebrochen. Das zeigt ein aktueller Marktbericht. Die ohnehin angespannte Lage im Westen Niedersachsens verschärft sich damit weiter.
Nur noch 105 Wohnungen zum Verkauf
Die Zahlen des Berichts von von Poll Immobilien sind drastisch: Im Haussegment schrumpfte das Angebot zum Jahreswechsel um 27,1 Prozent auf nur noch 264 Objekte. Noch härter traf es Eigentumswohnungen – hier brach die Zahl der verfügbaren Wohnungen um 30 Prozent ein. In der gesamten Grafschaft standen damit nur noch 105 Wohnungen zum Kauf.
Die wenigen verfügbaren Objekte sind schnell weg. Häuser blieben im ersten Quartal 2025 durchschnittlich nur 81 Tage auf dem Markt, Wohnungen etwa 95 Tage. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Kaufinteressenten müssen immer schneller entscheiden.
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Preise entwickeln sich unterschiedlich
Trotz des knappen Angebots zeigen die Kaufpreise kein einheitliches Bild. Für Ein- und Zweifamilienhäuser stieg der Durchschnittspreis 2025 um 4,7 Prozent auf etwa 274.188 Euro. Bei Eigentumswohnungen gab es dagegen ein leichtes Minus von 1,7 Prozent auf rund 211.976 Euro.
Die Region profitiert massiv von ihrer Grenzlage. Makler berichten von starkem Interesse nicht nur aus Niedersachsen, sondern auch aus dem Ruhrgebiet, Bremen und den Niederlanden. Dieser überregionale Zuspruch heizt den Wettbewerb um jedes Objekt zusätzlich an.
Mietmarkt unter Druck – Nordhorn als Sorgenkind
Auch wer mieten will, hat es schwer. Die Angebotsmieten in der Grafschaft Bentheim sind zwischen 2021 und 2024 um 24,1 Prozent gestiegen. Mit durchschnittlich 9,40 Euro Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter liegt die Region deutlich über dem niedersächsischen Schnitt (8,55 Euro).
Besonders kritisch ist die Lage in Nordhorn. Die Stadt wurde Anfang 2025 offiziell zum „angespannten Wohnungsmarkt“ erklärt. Hohe Bau- und Sanierungskosten treiben die Mieten. Für Eigentümer kommen verschärfte Regeln wie die Mietpreisbremse hinzu.
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Kommunen kämpfen gegen die Wohnungsnot
Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GEWO treibt deshalb mehrere Neubauprojekte voran, etwa am Strampel in Nordhorn oder an der Diana in Bad Bentheim. Das Ziel: bezahlbarer Wohnraum für breite Schichten.
Doch auch diese Projekte stocken. Bürokratie und lange Genehmigungsverfahren verzögern den Baustart dringend benötigter Wohnungen. Branchenkenner fordern schnellere Verfahren und mehr staatliche Förderung. Sonst rechnen sich viele Bauvorhaben wirtschaftlich nicht mehr.
Warum wird das Angebot immer knapper?
Experten sehen einen zweigeteilten Markt. Beim Kauf halten viele Eigentümer in unsicheren Zeiten an ihren Immobilien als sichere Anlage fest. Wer nicht verkaufen muss, tut es nicht.
Gleichzeitig weichen potenzielle Käufer wegen hoher Finanzierungskosten in den Mietmarkt aus. Dieser Dominoeffekt verschärft die Konkurrenz um Mietwohnungen zusätzlich. Grenzregionen wie die Grafschaft Bentheim erleben durch Zuzug eine besondere Dynamik.
Wann kommt Entspannung?
Für 2026 rechnen Analysten nicht mit einer schnellen Besserung. Das knappe Angebot könnte die Hauspreise stabil halten oder leicht steigen lassen. Die Vermarktungszeiten bleiben voraussichtlich kurz.
Entscheidend wird sein, ob geplante Bauprojekte trotz aller Hürden realisiert werden können. Ohne deutlich mehr bezahlbare Mietwohnungen wird der Druck auf Wohnungssuchende in Nordhorn, Bad Bentheim und Umgebung weiter hoch bleiben.
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