Schwarzbuch, Warnung

Schwarzbuch: Warnung vor Betrugswelle in sozialen Medien

19.12.2025 - 12:21:10

In den sozialen Medien droht leichtglÀubigen Nutzern nach EinschÀtzung der AktionÀrsgemeinschaft SdK eine Welle des Anlagebetrugs.

Die Plattformen hĂ€tten den TĂ€tern den Zugang zu potenziellen Opfern leichter gemacht, heißt es in der neuen Ausgabe des alljĂ€hrlich erscheinenden "Schwarzbuchs Börse" der in MĂŒnchen ansĂ€ssigen SdK. "Die sozialen Medien sind voll von gefĂ€lschten Profilen und stĂ€ndig gibt es Schlagzeilen ĂŒber neue Betrugsopfer." Etliche BetrĂŒger nutzen demnach in den sozialen Netzwerken gestohlene IdentitĂ€ten Prominenter.

TĂ€ter oft im Ausland

Die ĂŒbliche Masche laut SdK: Die Werbung um die Betrugsopfer beginnt mit einer Nachricht oder Einblendung, in denen hĂ€ufig ein KI-erzeugter Prominenter hohe Renditen verspricht. Die TĂ€ter sitzen demnach meistens im Ausland, so dass sie fĂŒr die deutsche Justiz kaum zu erreichen sind. Wie hoch der Schaden sein könnte, ist unklar.

Allein in Nordrhein-Westfalen könnten BetrĂŒger ihre Opfer 2024 um mehrere Hundert Millionen Euro geprellt haben, die Dunkelziffer könnte nach EinschĂ€tzung der SdK weit höher sein. Gefahr außerhalb der sozialen Medien droht demnach auch auf falschen KryptowĂ€hrungs- und sonstigen Handelsplattformen. Die AktionĂ€rsschĂŒtzer verweisen auf die Vielzahl der Warnungen, die die Finanzaufsicht Bafin publiziert.

Die Botschaft: Nicht blenden lassen

Die SdK appellierte an die Verbraucher, sich nicht von Emotionen oder Gier blenden zu lassen. "Ein paar Fotos aus einem teuren Hotel oder von einer Jacht reichen hĂ€ufig aus, um der Community GlaubwĂŒrdigkeit vorzutĂ€uschen und Follower anzuziehen, denen man dann Anlageideen verkauft", schreibt SdK-Vorstandsmitglied Markus Kienle. Viele Anleger könnten falsche Versprechen nicht von echten Informationen unterscheiden, Regulierung helfe kaum. "Was wirklich hilft, ist mehr AufklĂ€rung und vor allem mehr Finanzbildung."

@ dpa.de