Umfrage: Frauen finanziell im Hintertreffen
07.03.2026 - 07:12:20 | dpa.deLaut einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Banken zum Weltfrauentag haben Frauen weniger Geld zur freien VerfĂŒgung als MĂ€nner, sparen weniger und agieren seltener aktiv am Finanzmarkt. In der Folge blicken sie auch pessimistischer auf die eigene Absicherung.
Bei der reprĂ€sentativen Umfrage gaben die Teilnehmerinnen im Durchschnitt einen frei verfĂŒgbaren Etat von 1.300 Euro im Monat an, rund 300 Euro weniger als bei den MĂ€nnern. Im Vergleich zur vorangegangenen Studie im Jahr 2024 erhöhte sich der Anteil der regelmĂ€Ăigen Sparerinnen von 45 auf 53 Prozent. Bei den MĂ€nnern lag der Anteil bei 57 Prozent. Gar nichts auf die Seite legen konnten nach eigenen Angaben 16 Prozent der Frauen und 15 Prozent der MĂ€nner. Nur ein knappes Drittel der Frauen (32 Prozent) legte mehr als 200 Euro zurĂŒck, was aber 44 Prozent der MĂ€nner gelang.
Mehr als die HĂ€lfte der befragten Frauen (53 Prozent) hat nach eigenen Angaben noch nie Aktien, Aktienfonds oder andere Wertpapiere besessen. Als hĂ€ufigsten Grund dafĂŒr nannten sie mangelnde Kenntnisse der Materie. Dennoch stieg zuletzt der Anteil der aktiven Investorinnen von 25 auf 31 Prozent. Bei den MĂ€nnern waren es 47 Prozent, wĂ€hrend 36 Prozent noch nie an der Börse aktiv waren. GrundsĂ€tzlich sind Frauen vom eigenen Finanzwissen weniger ĂŒberzeugt als die MĂ€nner.
In Paarbeziehungen betonen die Frauen hĂ€ufiger die gemeinsame Verantwortung fĂŒrs Finanzielle. Nur 31 Prozent nahmen fĂŒr sich selbst in Anspruch, sich hauptsĂ€chlich um Geld- und Finanzangelegenheiten zu kĂŒmmern. Bei den MĂ€nnern erklĂ€rten 53 Prozent, dass sie sich hauptsĂ€chlich kĂŒmmerten. Gemeinsame Verantwortung sahen 42 Prozent der Frauen, aber nur 29 Prozent der MĂ€nner.
Mit Blick auf die Absicherung im Alter geht fast die HĂ€lfte der Frauen (46 Prozent) davon aus, dass es ihnen schlechter gehen wird. Bei den MĂ€nnern erwarten nur 35 Prozent, dass sie im Ruhestand ihren Lebensstandard einschrĂ€nken mĂŒssen. Frauen könnten infolge der ungleichen Lastenverteilung bei sogenannten Care-Arbeiten weniger Geld fĂŒrs Alter beiseitelegen, kritisiert der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bankenverbandes, Heiner Herkenhoff.
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