CDU-Experte, MĂ€nner

CDU-Experte will alle jungen MĂ€nner mustern lassen

06.11.2025 - 06:31:03

In der Diskussion ĂŒber das neue Wehrdienstmodell plĂ€diert der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, dafĂŒr, alle jungen MĂ€nner zu mustern.

"Wenn wir unsere VerteidigungsfĂ€higkeit ernst nehmen, fĂŒhrt kein Weg an einer flĂ€chendeckenden Musterung vorbei. Nur wenn wir wissen, ĂŒber welches personelle Potenzial wir im Ernstfall verfĂŒgen, können wir unsere StreitkrĂ€fte zielgerichtet stĂ€rken", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

"Gleichzeitig mĂŒssen wir die Frage beantworten, wie wir aus den gemusterten JahrgĂ€ngen diejenigen auswĂ€hlen, die tatsĂ€chlich ihren Dienst leisten", sagte Röwekamp. "Wenn wir unsere TruppenstĂ€rke auf 260.000 erhöhen wollen, reicht es nicht, nur zu wissen, wer tauglich ist - wir mĂŒssen auch festlegen, nach welchen Kriterien eingezogen wird." Das könne ĂŒber ein transparentes Losverfahren, ĂŒber eine abgestufte Tauglichkeitsbewertung oder ĂŒber definierte Bedarfsprofile erfolgen, die sich an den Anforderungen die StreitkrĂ€fte orientierten, sagte er.

Auch Generalinspekteur Breuer fĂŒr flĂ€chendeckende Musterungen

Röwekamp hatte sich am Anfang der Woche bereits in der "Augsburger Allgemeinen" hinter einen entsprechenden Vorstoß des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer, gestellt. Dieser hatte dem RND gesagt: "Aus militĂ€rischer Sicht ist es entscheidend, dass jeweils der gesamte Jahrgang gemustert wird. Nur so wissen wir, wer zur VerfĂŒgung steht und auf wen wir im Verteidigungsfall, den wir verhindern wollen, zugreifen könnten." Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will eine flĂ€chendeckende Musterung aller jungen MĂ€nner.

Das neue Wehrdienstgesetz soll zum 1. Januar in Kraft treten, der Bundestag hat sich bereits in erster Lesung damit befasst. Der Wehrdienst soll zunĂ€chst auf Freiwilligkeit beruhen. Fachpolitiker von Union und SPD hatten in der Debatte um das neue Wehrdienstgesetz vorgeschlagen, junge MĂ€nner per Losverfahren zur Musterung und, wenn nötig, spĂ€ter auch per Zufallsauswahl fĂŒr einen Pflichtdienst heranzuziehen, wenn die Freiwilligenzahlen zu gering bleiben. Auch Röwekamp hatte diesen Weg zunĂ€chst verteidigt. Eine abschließende Haltung hierzu hat die Koalition nicht.

@ dpa.de