Defektes Datenkabel in der Ostsee wird repariert
25.11.2024 - 10:56:33Das Spezialschiff "Cable Vigilance" traf am frĂŒhen Morgen aus dem französischen Calais am Ort des Kabelbruchs ein und nahm die Reparaturarbeiten auf, wie aus Angaben des Kabelbetreibers Cinia hervorging. PlanmĂ€Ăig soll das unterseeische Kabel C-Lion1 bis Ende November wiederhergestellt sein.
Cinia hatte vor einer Woche sĂŒdöstlich der schwedischen Insel Ăland einen Defekt an C-Lion1 festgestellt. Seitdem sind die Kommunikationsverbindungen ĂŒber das Kabel unterbrochen. Kurz darauf war bekannt geworden, dass nicht einmal 24 Stunden zuvor auch SchĂ€den an einem weiteren Kommunikationskabel in der Ostsee zwischen der schwedischen Insel Gotland und Litauen aufgetreten waren. Die Ursache ist in beiden FĂ€llen bislang nicht geklĂ€rt. Die schwedische Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Sabotage aufgenommen, auch Behörden anderer LĂ€nder ermitteln dazu, ob die Kabel vorsĂ€tzlich beschĂ€digt wurden.
Chinesischer Frachter weiter im Fokus der Ermittlungen
In den Fokus der Ermittler ist ein chinesisches Schiff mit dem Namen "Yi Peng 3" gerĂŒckt. Schiffe von Behörden verschiedener Nato-Staaten- darunter zwei aus Deutschland - befinden sich Trackingdienstenzufolge in der NĂ€he des Frachters, der seit Tagen im Kattegat zwischen DĂ€nemark und Schweden sĂŒdlich der kleinen Insel Anholt vor Anker liegt. Ob die "Yi Peng 3" festgesetzt worden ist, ist weiterhin nicht offiziell bestĂ€tigt worden.
Aus dem chinesischen AuĂenamt hieĂ es, man stehe mit den in diesen Fall involvierten Parteien ĂŒber die diplomatischen KanĂ€le in Kontakt. Zu den genauen UmstĂ€nden des chinesischen Schiffes könnten keine weiteren Informationen unterbreitet werden, sagte Sprecherin Mao Ning in Peking.
Das Glasfaserkabel C-Lion1 verlĂ€uft auf einer LĂ€nge von 1.173 Kilometern zwischen Helsinki und Rostock und verbindet mitteleuropĂ€ische Telekommunikationsnetzwerke mit Finnland und anderen LĂ€ndern in Nordeuropa. GröĂere BeeintrĂ€chtigungen fĂŒr die Internetverbindungen von Nutzern oder fĂŒr den Datenverkehr soll es durch den Kabelbruch bislang nicht gegeben haben, da Betreiber auf andere Verbindungen ausweichen können.

