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WDH/ ROUNDUP/ Festsitzende Touristen: Erstes Flugzeug aus Dubai unterwegs

03.03.2026 - 10:59:33 | dpa.de

(In der Überschrift wurde der Vorspann ROUNDUP ergĂ€nzt.)FRANKFURT/DUBAI/BERLIN - Zehntausende Urlauber sitzen in der Nahost-Krisenregion fest - jetzt lĂ€uft der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland langsam wieder an.

(In der Überschrift wurde der Vorspann ROUNDUP ergĂ€nzt.)

FRANKFURT/DUBAI/BERLIN (dpa-AFX) - Zehntausende Urlauber sitzen in der Nahost-Krisenregion fest - jetzt lĂ€uft der Flugverkehr zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland langsam wieder an. Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates ist von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs, wie eine Sprecherin der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport am Morgen sagte: "Die Emirates ist in der Luft und kommt hier an." Laut der Online-Anzeige wurde die Maschine fĂŒr den frĂŒhen Nachmittag erwartet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten nach den Stornierungen der vergangenen Tage SonderflĂŒge fĂŒr gestrandete Passagiere an. Emirates erklĂ€rte, zunĂ€chst Reisende mit bestehenden Buchungen bevorzugt zu berĂŒcksichtigen. Umgebuchte Kundinnen und Kunden wĂŒrden direkt informiert.

Erste RĂŒckholflĂŒge fĂŒr Urlauber geplant

Gleichzeitig arbeiten deutsche Reiseveranstalter und die Bundesregierung an der RĂŒckreise festsitzender Urlauber. Aus Sicht der Branche kommt es vor allem darauf an, die Menschen vor Ort erreichbar zu halten und verlĂ€sslich zu informieren: "Es geht darum, die GĂ€ste zu beruhigen, Sachlichkeit, transparente Kommunikation mit ihnen zu haben, damit eben keine Panik ausbricht", sagte Anke Budde, PrĂ€sidentin der Allianz SelbststĂ€ndiger Reiseunternehmen, im rbb-Inforadio. Derzeit werde ein großer Aufwand betrieben, um Reisende aus der Region wieder nach Hause zu holen. Zugleich warnte sie vor wirtschaftlichen Folgen, da mit Dubai und Doha wichtige internationale Drehkreuze ausfallen könnten. "Es herrscht eine große Unsicherheit."

Tui plant RĂŒckholung von Urlaubern

Der Reisekonzern Tui rechnet damit, seine im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage zurĂŒckzuholen. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurĂŒckzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel bei n-tv. "Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten FlĂŒge mit diesen Unternehmen und unseren GĂ€sten heute durchfĂŒhren können", sagte Ebel. Erste Maschinen seien nach MĂŒnchen vorgesehen. Zudem stĂŒnden eigene Tui-Fly-Flugzeuge bereit, "sobald wir die Erlaubnis bekommen".

Ebel zufolge steht Tui mit nahezu allen Betroffenen in Kontakt. "Wir sind mit fast 100 Prozent der GĂ€ste ĂŒber die App in Kontakt", sagte er. Wie lange die RĂŒckholung dauere, hĂ€nge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen." Er rechne aber mit "einigen Tagen".

Reiseverband warnt: nicht auf eigene Faust handeln

Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) setzt auf enge Abstimmung mit Behörden. "Die Sicherheit der Reisenden und der Partner vor Ort hat stets oberste PrioritĂ€t", sagte DRV-Sprecher Thorsten SchĂ€fer im Deutschlandfunk. Solange LuftrĂ€ume gesperrt seien, gebe es "keine Möglichkeit, FlĂŒge anzubieten". Man stehe "im stĂ€ndigen Kontakt mit den lokalen Partnern, mit den Sicherheitsbehörden und mit dem AuswĂ€rtigen Amt". Pauschalreisende seien in ihren Hotels untergebracht - das sei "der Vorteil der Pauschalreise". SchĂ€fer bekrĂ€ftigte die Empfehlung des AuswĂ€rtigen Amts, "im Hotel zu bleiben und sich nicht auf eigene Faust in ein anderes Land oder zum Flughafen zu begeben".

AuswÀrtiges Amt will Chartermaschinen schicken

Das AuswĂ€rtige Amt bereitet nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul die RĂŒckholung besonders schutzbedĂŒrftiger Personen aus der Region vor. Geplant sind demnach gecharterte Maschinen in die HauptstĂ€dte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman). GrundsĂ€tzlich sieht die Bundesregierung jedoch Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht, ihre Kunden zurĂŒckzubringen.

Das Bereitstellen von FlĂŒgen fĂŒr besonders vulnerable Gruppen sei "das Mittel zweiter Wahl", sagte Wadephul. "An allererster Stelle mĂŒssen natĂŒrlich die Reiseverkehrsunternehmen hier eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte, dann wĂŒrden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurĂŒckgreifen." Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor erklĂ€rt, die Bundeswehr sei "wirklich das letzte Mittel der Wahl".

Nach Angaben des DRV sind derzeit allein rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter betroffen. Ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amts nannte dies "eine einigermaßen verlĂ€ssliche GrĂ¶ĂŸe". Seit der jĂŒngsten Eskalation sitzen Zehntausende fest - weil LuftrĂ€ume geschlossen wurden oder FlughĂ€fen in der Region als Drehkreuze ausfallen.

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