ANALYSE: Jefferies wird optimistischer fĂŒr Chemiebranche - BASF ein Kauf
13.11.2024 - 11:41:07"Feeling alive in 25!", titelte Chris Counihan in einer am Mittwoch vorliegenden Analyse. In die Branche sollte also wieder Schwung kommen, glaubt der Experte. Allerdings ist er nicht fĂŒr alle Unternehmen gleichermaĂen optimistisch.
Die Aussichten fĂŒr breit aufgestellte Chemiekonzerne und Produzenten von Massenware (Commodity Chemicals) erschienen erstmals seit drei Jahren wieder besser, schrieb Counihan. So verbessere sich die ProfitabilitĂ€t bei der Herstellung, und angesichts einer noch immer sehr niedrigen Auslastung der Produktionsanlagen wĂŒrde jegliche Nachfrageerholung und eine damit steigende Auslastung stark auf die Gewinne durchschlagen. Zudem hĂ€tten viele Unternehmen ihre Hausaufgaben auf der Kostenseite gemacht und seien hier nun viel flexibler.
Mit Blick auf die BASF DE000BASF111 sieht der Experte zusĂ€tzliches Potenzial, sollte die Strategie des DaxDE0008469008-Konzerns aufgehen, das Verbund-Konstrukt schrittweise aufzubrechen. Das sei der gröĂte Strategiewandel seit mehr als einer Dekade. Auch daher hob er das Kursziel von 43 auf 53 Euro an und empfahl die Papiere zum Kauf.
FĂŒr die Aktien des Essener Spezialchemiekonzerns Evonik DE000EVNK013 wird der Analyst trotz der verbesserten Branchenperspektiven hingegen vorsichtiger. Er senkte das Kursziel von 21 auf 16,60 Euro, sieht damit nun Risiken und stufte die Anteilsscheine auf "Underperform" ab. Die Evonik-FĂŒhrung habe in der Branchenkrise gute Arbeit geleistet und die Robustheit des GeschĂ€fts unter Beweis gestellt. Andere Chemiekonzerne hĂ€tten aktuell aber eine teils höhere ProfitabilitĂ€t (Product Spreads) sowie mehr Strategiepotenzial. Er hebt hier insbesondere BASF und Arkema hervor, die mehr Gewinndynamik erzeugen könnten.
Counihan favorisiert fĂŒr das kommende Jahr zudem Industriegasehersteller wie Air Liquide FR0000120073 gegenĂŒber konsumabhĂ€ngigen Konzernen wie Symrise DE000SYM9999. Bei Air Liquide drehte er die Einstufung von "Underperform" auf "Buy" und hob das Kursziel von 151 auf 190 Euro an. Preise und Margen sorgten fĂŒr Momentum.
Dagegen strich er beim Aromenhersteller Symrise seine Kaufempfehlung und kappte das Kursziel von 134 auf 120 Euro. Er bleibt er zwar auch mit niedrigeren SchĂ€tzungen ĂŒber dem Konsens, fĂŒrchtet aber, dass wohl beim Kapitalmarkttag verkĂŒndete SparmaĂnahmen zulasten des Wachstums gehen werden.
Bei K+S DE000KSAG888votiert der zustĂ€ndige Experte Charlie Bentley nun mit "Underperform" und senkte das Kursziel von 11 auf 8 Euro. Im Agrarbereich blieben die Aussichten insgesamt schwierig und bei dem DĂŒngerproduzenten K+S gebe es zunehmende operative Risiken./mis/ag/stk
Veröffentlichung der Original-Studie: 12.11.2024 / 11:50 / ETErstmalige Weitergabe der Original-Studie: 12.11.2024 / 19:00 / ET

