Deutschland: Erzeugerpreise sinken kaum noch - Iran-Krieg zeigt Wirkung
20.04.2026 - 08:25:07 | dpa.deDie Preise, die Hersteller fĂŒr ihre Waren verlangen, gingen im Jahresvergleich geringfĂŒgig um 0,2 Prozent zurĂŒck, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten waren im Schnitt von einem stĂ€rkeren RĂŒckgang um 1,2 Prozent ausgegangen, nach minus 3,3 Prozent im Februar.
Im Monatsvergleich ging es mit den Preisen ĂŒberraschend deutlich nach oben: In dieser Betrachtung stiegen die Erzeugerpreise um 2,5 Prozent, wĂ€hrend Analysten im Durchschnitt nur einen Anstieg um 1,4 Prozent erwartet hatten. "Die Auswirkungen der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten waren dabei insbesondere in deutlichen Preisanstiegen bei Mineralölerzeugnissen im Vorjahresvergleich und starken Preisanstiegen bei fast allen Energieprodukten im Vormonatsvergleich sichtbar", heiĂt es in der Mitteilung.
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft fĂŒr Produkte von Herstellern - bevor diese in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise wirken sich daher auch auf die Verbraucherpreise aus.
Energie war im MĂ€rz nur noch um 3,2 Prozent billiger als vor einem Jahr. In den Monaten zuvor sind die RĂŒckgĂ€nge deutlich stĂ€rker ausgefallen. Im Februar war Energie im Jahresvergleich noch 12,5 Prozent gĂŒnstiger.
Im Monatsvergleich kletterten die Energiepreise im MĂ€rz um 7,5 Prozent und damit so stark wie seit August 2022 nicht mehr. Insbesondere die Preise fĂŒr Mineralölerzeugnisse stiegen durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten besonders stark an, wĂ€hrend es bei anderen EnergietrĂ€gern wie Erdgas und elektrischen Strom vor allem durch lĂ€ngerfristige VertrĂ€ge und Preisbildungsmechanismen vergleichsweise geringe Preissteigerungen gab.
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