Weniger Abfall in Deutschland entsorgt
03.06.2024 - 09:48:24Damit lag das Abfallaufkommen erstmals seit 2013 wieder unter 400 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Montag auf Basis vorlÀufiger Ergebnisse mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2021 wurden rund 3 Prozent oder 12,4 Millionen Tonnen weniger Abfall entsorgt. Das Bundesamt gab die Daten anlÀsslich des Internationalen Tags der Umwelt am kommenden Mittwoch (5. Juni) bekannt.
"Der RĂŒckgang des Abfallaufkommens im Jahr 2022 betraf alle Abfallarten", erklĂ€rten die Statistiker. Am stĂ€rksten war demnach der prozentuale RĂŒckgang bei den SiedlungsabfĂ€llen, "also AbfĂ€llen aus privaten Haushalten oder vergleichbaren Einrichtungen (zum Beispiel Arztpraxen, Kantinen)." In diesem Bereich sank die Abfallmenge um 6,2 Prozent oder 3,2 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr.
Die bereits in einer Abfallentsorgungsanlage behandelten sogenannten SekundĂ€rabfĂ€lle nahmen im Vergleich zum Jahr 2021 um 3,5 Prozent oder 2,1 Millionen Tonnen ab. Auch die Bau- und AbbruchabfĂ€lle gingen zurĂŒck: 2,6 Prozent oder 5,8 Millionen Tonnen weniger Abfall als 2021 wurden hier entsorgt.
Dieser Bereich machte allerdings mit 54,2 Prozent (216,2 Millionen Tonnen) den GroĂteil des Gesamtaufkommens aus. Dahinter folgen die sogenannten SekundĂ€rabfĂ€lle mit einem Anteil von 14,3 Prozent (57,1 Millionen Tonnen). Die SiedlungsabfĂ€lle machten im Jahr 2022 einen Anteil von 12,2 Prozent (48,6 Millionen Tonnen) aus.
Den Angaben zufolge wurden 326,5 Millionen Tonnen AbfÀlle im Jahr 2022 verwertet. "Das entspricht einer Verwertungsquote von 81,8 Prozent", erklÀrten die Statistiker. Die meisten AbfÀlle (70,2 Prozent) wurden demnach stofflich verwertet, also recycelt. Auf Deponien entsorgt wurden den Daten zufolge 16,3 Prozent der AbfÀlle.

