NRW: Vorerst keine Warnstreiks bei der Awo - Tarifrunde startet
30.03.2026 - 06:23:28 | dpa.deHeute beginnt die vierte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt um die Awo NRW in DĂŒsseldorf. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind an den beiden Verhandlungstagen keine neuen Aktionen geplant.
In den vergangenen Woche hatte Verdi mehrfach zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Es brauche jetzt eine deutliche Entgelterhöhung - und zwar als festen Betrag, der gerade die unteren Einkommen wirksam entlastet. Das hatte Susanne Hille, die VerhandlungsfĂŒhrerin von Verdi NRW, vor wenigen Tagen bekrĂ€ftigt. Sie verwies dabei unter anderem auf die steigenden Lebenshaltungskosten.
Arbeitgeber verweisen auf Angebot
Vor der vierten Verhandlungsrunde verwies die Arbeitgeberseite darauf, dass sie ein Angebot unterbreitet habe. Die Awo habe in der dritten Tarifrunde 5,2 Prozent in drei Schritten bei einer Laufzeit von 27 Monaten plus einer Einmalzahlung von 150 Euro angeboten, erklĂ€rte Awo-NRW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Hildebrandt. Auch fĂŒr Auszubildende seien Verbesserungen vorgesehen.
Verdi fordert 500 Euro brutto mehr monatlich fĂŒr alle BeschĂ€ftigten sowie 300 Euro brutto mehr fĂŒr Auszubildende. AuĂerdem erwartet die Gewerkschaft drei zusĂ€tzliche freie Tage fĂŒr Verdi-Mitglieder in der Awo NRW. Hildebrandt betont dazu, man lehne die drei zusĂ€tzlichen Urlaubstage nur fĂŒr Verdi-Mitglieder grundsĂ€tzlich ab. Man wolle keine Ungleichbehandlung der BeschĂ€ftigten.
Viele BeschÀftigte in vielen Einrichtungen
Laut Gewerkschaft ist die Awo mit rund 35.000 tarifgebundenen BeschĂ€ftigten einer der gröĂten TrĂ€ger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betreffe BeschĂ€ftigte in zahlreichen Bereichen, die etwa in Kitas, der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen sowie in der Pflege und Seniorenarbeit tĂ€tig seien. In der TrĂ€gerschaft der Awo befinden sich in NRW nach Angaben des Unternehmens unter anderem 840 Kitas und 519 offene Ganztagsschulen.
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