BundeslÀnder, Steuerbescheiden

Mehrere BundeslÀnder warnen vor gefÀlschten Steuerbescheiden

16.10.2024 - 06:26:15

In mehreren BundeslĂ€ndern warnen die jeweiligen LandesĂ€mter fĂŒr Finanzen vor gefĂ€lschten Steuerbescheiden.

EmpfĂ€nger wĂŒrden darin aufgefordert, kurzfristig Einkommenssteuer nachzuzahlen, teilten die verantwortlichen Behörden unter anderem aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThĂŒringen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zuletzt mit.

Die BetrĂŒger versenden die gefĂ€lschten Bescheide per Post, fordern Steuernachzahlung per Überweisung und versuchen sich so Geld zu ergaunern. "Bitte seien Sie wachsam, wenn Sie nicht mit einem Steuerbescheid rechnen und einen derartigen Brief erhalten", warnt etwa das Landesamt in Hannover.

Falsche Angaben können Betrugsmasche entlarven

Als Absender werden demnach die jeweiligen FinanzĂ€mter mit unzutreffender Anschrift oder die "Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland" angegeben. Doch die Bezeichnung "Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland" gebe es gar nicht, schreibt das Landesamt fĂŒr Steuern und Finanzen in Sachsen.

AuffĂ€llig sind in den gefĂ€lschten Bescheiden demnach auch die angegebenen Telefon- und Telefaxnummern, welche nicht zum Ort passen. Die zustĂ€ndige Behörde in Rheinland-Pfalz rĂ€t: "Es empfiehlt sich zum Beispiel, die Steuernummern, die Angaben zum Finanzamt oder die Ă€ußere Aufmachung des Bescheids mit vorherigen Bescheiden zu vergleichen."

Im Zweifel beim Finanzamt nachhaken

Neben den Steuernummern sei unter anderem auch eine angegebene Internetseite falsch oder dem Schreiben fehle es an einer Rechtsbehelfsbelehrung. Auch ein Blick auf die angegebene Kontoverbindung könne den Betrug entlarven, denn die Zahlungsadresse sei keine Bankverbindung der jeweiligen Steuerverwaltung.

Wer Zweifel hat, sollte sich mit dem Bescheid an das Finanzamt wenden und im Betrugsfall Anzeige bei der Polizei erstatten.

@ dpa.de