Bau von Suedlink-Abschnitt beginnt in SĂŒdniedersachsen
19.09.2025 - 17:31:32Damit wird nun in fast allen sĂŒdlichen Bauabschnitten der Stromtasse gebaut, die kĂŒnftig Nord- und SĂŒddeutschland verbinden soll. Ein noch ausstehender Abschnitt in ThĂŒringen soll bis zum Jahresende folgen, sagte Werner Götz im sĂŒdniedersĂ€chsischen Einbeck. Götz ist Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung beim Netzbetreiber TransnetBW, der fĂŒr den Bau des Abschnittes zustĂ€ndig ist.
Niedersachsens MinisterprĂ€sident Olaf Lies (SPD) bezeichnete den Suedlink beim offiziellen Baustart als "Schlagader" der Energieversorgung. "Ohne den Netzausbau wird die Energiewende nicht gelingen", ergĂ€nzte der MinisterprĂ€sident. Mit Blick auf sein eigenes Bundesland sagte Lies: "FĂŒr Niedersachsen als Energieland Nummer 1 ist er der Beweis: Wir schaffen das, Infrastruktur auszubauen"
Neuer Bauabschnitt 100 Kilometer lang
Der nun begonnene Bauabschnitt verlĂ€uft auf einer LĂ€nge von rund 100 Kilometern von Elze bei Hildesheim bis ins DreilĂ€ndereck mit Hessen und ThĂŒringen. Dabei verlĂ€uft die Route der beiden Bauabschnitte B3 und C1 unter anderem nahe Einbeck sowie westlich von Göttingen entlang der Autobahn 7. Erste Arbeiten in SĂŒdniedersachsen, etwa archĂ€ologische Untersuchungen, laufen bereits seit dem vergangenen Jahr.
Ende 2028 und damit sechs Jahre spĂ€ter als ursprĂŒnglich gedacht sollen alle Bauabschnitte fertiggestellt sein, wie Netzbetreiber TransnetBW mitteilte. Suedlink soll vor allem Windstrom aus Norddeutschland in den SĂŒden bringen, aber auch Photovoltaik-Strom in die andere Richtung befördern. Mit der Verbindung, deren KapazitĂ€t der Leistung von etwa vier Atomkraftwerken entspricht, sollen rund zehn Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden können. Neben TransnetBW ist auch der Netzbetreiber Tennet an dem Zehn-Milliarden-Euro-Projekt beteiligt. Tennet ist fĂŒr die BundeslĂ€nder Schleswig-Holstein und Niedersachsen zustĂ€ndig, mit Ausnahme des Bereichs SĂŒdniedersachsen.

