US-ReprÀsentantenhaus ermöglicht deutlich höheren Verteidigungsetat
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:32 Uhr | dpa.deDie Parlamentskammer verabschiedete ein Rahmenkonzept fĂŒr die Verteidigungspolitik im Haushaltsjahr 2027, das ein um 30 Prozent höheres Budget des Pentagons nach sich ziehen wĂŒrde.
Die Abgeordneten votierten mehrheitlich - vor allem mit Stimmen von Republikanern - fĂŒr ein entsprechendes Gesetz. Die Abstimmung fiel allerdings knapp aus: Es gab 216 Ja- und 212 Nein-Stimmen. Nicht alle Abgeordneten aus der Partei von PrĂ€sident Donald Trump stimmten also fĂŒr das von ihm befĂŒrwortete Gesetz. Trump drĂ€ngt auf steigende Verteidigungsausgaben.
Im ReprĂ€sentantenhaus-Entwurf zum National Defense Authorization Act (NDAA) sind fĂŒr das kommende Haushaltsjahr Verteidigungsindustrie-Programme, GehĂ€lter fĂŒr StreitkrĂ€fte und andere Pentagon-Projekte aufgefĂŒhrt, die annĂ€hernd 1,15 Billionen Dollar (rund 1 Billion Euro) kosten dĂŒrften. Im jetzigen Haushaltsjahr, das noch bis Ende September lĂ€uft, waren 883 Milliarden US-Dollar (773 Milliarden Euro) per NDAA autorisiert worden.
Der National Defense Authorization Act legt den politischen und rechtlichen Rahmen fĂŒr die Verteidigungsausgaben fest. Allein durch ihn wird die Ausgabenerhöhung aber noch nicht wirksam. Die genaue Zuteilung von Mitteln im Pentagon erfolgt erst durch ein separates Haushaltsgesetz, das der Kongress verabschieden muss - und damit auch der Zustimmung des Senats als zweiter Parlamentskammer bedarf.
Der PrÀsident kann immer noch sein Veto einlegen
Der NDAA-Prozess befindet sich noch in einem frĂŒhen Stadium. Damit das Ganze in Kraft treten kann, braucht es weitere Schritte. Im Senat gibt es dazu einen eigenen Gesetzentwurf. Dort war das Verfahren zuletzt aber ins Stocken geraten - die Demokraten wollten mit ihrem Protest so Druck auf Trump wegen des umstrittenen Kriegs gegen den Iran machen. Sollten sich beide Kammern letztlich auf eine Kompromiss-Version einigen, kann der US-PrĂ€sident ein Veto gegen das Gesetz einlegen.
