Intel, Alder-Lake-Prozessoren

Intel beendet Ära der Alder-Lake-Prozessoren

22.01.2026 - 17:44:12

Intel beendet offiziell die Produktion seiner gesamten Alder-Lake-Prozessoren. Die erste Desktop-Chipserie mit hybrider Architektur verschwindet bis 2027 vom Markt.

Intel stellt die Produktion seiner 12. Generation Core-Prozessoren offiziell ein. Damit verschwindet die Chipserie, die vor vier Jahren die hybride Prozessorarchitektur auf den Desktop brachte.

Strategische Bereinigung des Portfolios

In einer Produktänderungsmitteilung vom 6. Januar 2026 kündigte der Halbleiterriese das Aus für die gesamte „Alder Lake“-Desktop-Linie an. Betroffen sind alle Modelle – vom Einsteiger-Celeron G6900 bis zum Topmodell Core i9-12900K. Der Schritt markiert das Ende der ersten Generation von Intels hybrider Performance-Architektur.

Für Handelspartner gelten klare Fristen: Letzte Bestellungen sind bis zum 24. Juli 2026 möglich, die finalen Auslieferungen erfolgen bis zum 22. Januar 2027. Danach wird der Nachschub für das LGA-1700-Sockel-System endgültig versiegen.

Ungewöhnlicher Produktlebenszyklus

Interessanterweise überlebte die 12. Generation einige ihrer Nachfolger. Die übertaktbaren „K“-Modelle der 13. Generation „Raptor Lake“ wurden bereits Mitte 2024 eingestellt. Marktbeobachter führen dies auf das Erscheinen der 14. Generation „Raptor Lake Refresh“ zurück, die direkt die Enthusiasten-Chips der Vorgängergeneration ersetzte.

Die 12. Generation blieb dagegen als preisgünstige Option für den LGA-1700-Sockel erhalten. Der 2021 eingeführte Sockel war der erste, der sowohl DDR4- als auch DDR5-Arbeitsspeicher unterstützte – eine wichtige Brückentechnologie in Zeiten volatiler Speicherpreise.

Hybrid-Architektur als Wendepunkt

Mit Alder Lake vollzog Intel im November 2021 einen strategischen Wendepunkt. Die Architektur führte erstmals das „Performance-Hybrid“-Design in den Desktop-Markt ein: Hochleistungs-Kerne (P-Cores) arbeiten dabei mit effizienten Kernen (E-Cores) zusammen.

Dieses aus Mobilprozessoren bekannte Konzept erforderte tiefgreifende Anpassungen in Windows 11. Trotz anfänglicher Optimierungsprobleme setzte sich die Architektur durch und bildete die Basis für die 13. und 14. Generation.

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Bartlett Lake: Letztes Aufbäumen für LGA 1700?

Während die Mainstream-Chips verschwinden, könnte der Sockel ein Nischen-Comeback erleben. Seit Mitte Januar 2026 tauchen in Großbritannien und anderen Regionen Listungen für „Bartlett Lake-S“-Prozessoren auf, darunter das „Core 9 273PQE“.

Diese Modelle sollen anders als Alder Lake ausschließlich über P-Cores verfügen – ähnlich den älteren 9.- bis 11.-Generation-CPUs, aber auf aktualisiertem Silizium. Zielmarkt sind vor allem Edge-Computing- und Embedded-Systeme, doch die Kompatibilität mit bestehenden LGA-1700-Mainboards weckt auch das Interesse von Enthusiasten.

Was bedeutet das für Nutzer?

Für Besitzer von Core-i3- oder i5-Chips der 12. Generation schließt sich das Upgrade-Fenster allmählich. Die Preise für verbleibende High-End-Modelle wie den Core i7-12700K könnten in den kommenden Monaten schwanken, während Händler ihre Lager leeren.

Intels Fokus liegt klar auf neuen Standards: Der LGA-1851-Sockel mit der Arrow-Lake-Serie ist die Zukunft für Desktop-Nutzer. Doch bis Anfang 2027 bleiben Ersatzteile und Budget-Systeme mit der alten Plattform noch realisierbar.

Die Einstellung von Alder Lake markiert damit nicht nur das Ende einer Prozessorgeneration, sondern den Abschluss der frühen Phase hybrider Desktop-Computer – einer Technologie, die grundlegend verändert hat, wie Prozessoren heute aufgebaut und betrieben werden.

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