Intel, Regierungsposition

Intel: Regierungsposition wert 46 Milliarden

08.05.2026 - 12:04:58 | boerse-global.de

Intels Aktienkurs ĂĽbertrifft fast alle Analystenziele. Trotz hoher Verluste treiben starke Quartalszahlen und KI-Optimismus die Rally an.

Intel: Regierungsposition wert 46 Milliarden - Foto: ĂĽber boerse-global.de
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Intels Aktie ist schneller gestiegen als die Meinungen der Analysten. Das schafft eine seltene Situation: Fast alle Kursziele liegen unter dem aktuellen Kurs — und trotzdem häufen sich die Hochstufungen.

Analysten hecheln dem Kurs hinterher

Mizuho hat sein Kursziel von 71 auf 100 Dollar angehoben. Das klingt bullisch. Ist es aber nicht wirklich, denn Intel handelte zuletzt bei rund 111 Dollar. Mizuho bleibt bei "Neutral" — und liegt damit im Konsens der Wall Street.

Von 44 Analysten empfehlen 31 ein "Hold". Der durchschnittliche Zielkurs liegt bei 79 Dollar. Das impliziert ein Abwärtspotenzial von 27 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Selbst das höchste Kursziel im Feld — 118 Dollar — lässt kaum Luft nach oben.

Evercore ist die Ausnahme. Die Bank stufte Intel auf "Outperform" hoch und setzte das Ziel auf 111 Dollar. Analyst Mark Lipacis argumentiert, der Markt unterschätze Intels Ertragskraft auf mehrere Jahre hinaus. Weitere Häuser wie Citi, KeyBanc und Roth Capital zogen nach — mit Zielen zwischen 95 und 118 Dollar.

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Starke Zahlen, aber tiefe Wunden

Das Quartalsergebnis lieferte die Grundlage für die Euphorie. Intel erzielte im ersten Quartal 2026 einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von 0,29 Dollar — der Konsens hatte nur 0,01 Dollar erwartet. Der Umsatz lag bei 13,58 Milliarden Dollar. Das war das sechste Quartal in Folge mit einer Umsatzüberraschung.

Das Rechenzentrum- und KI-Geschäft wuchs um 22 Prozent auf 5,05 Milliarden Dollar. Die Foundry-Sparte legte 16 Prozent zu. Für das zweite Quartal erwartet Intel Umsätze zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar — ebenfalls über den Schätzungen.

Allerdings: Unter dem Strich stand ein GAAP-Nettoverlust von 3,73 Milliarden Dollar. Ursache war eine Wertberichtigung auf Mobileye in Höhe von 4,07 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow war mit minus 3,87 Milliarden Dollar tief negativ. Die Transformation läuft — ist aber noch lange nicht abgeschlossen.

CPU-Comeback und Regierungsbeteiligung

CEO Lip-Bu Tan erklärt den Kursanstieg auch strukturell. In KI-Systemen verschiebt sich das Verhältnis von CPUs zu GPUs. Früher kamen auf eine CPU acht GPUs. Heute nähert sich das Verhältnis 1:4 — und könnte bei agentenbasierten KI-Systemen weiter in Richtung Parität rücken. Das stärkt Intels Kerngeschäft.

Kein Wunder, dass auch Washington aufhorcht. Die US-Regierung hält rund 433 Millionen Intel-Aktien, die sie im Rahmen des CHIPS Act zu gut 20 Dollar je Stück erworben hat. Bei einem Kurs von zuletzt rund 108 Dollar ist diese Position auf über 46 Milliarden Dollar angewachsen — ein Buchgewinn von mehr als 35 Milliarden Dollar.

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In Deutschland hat die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten knapp 400 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 178 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mehr als 160 Prozent — ein Zeichen, wie weit sich der Kurs von historischen Bewertungsankern entfernt hat.

Die eigentliche Frage ist, ob Intels Foundry-Sparte die versprochene Margenwende liefert. Die Prozesstechnologie 18A liegt nach Unternehmensangaben vor den internen Zielen. Erst wenn die Verluste in der Fertigung drehen, dürfte der Konsens der Aktie ernsthaft folgen können.

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