Intelligente, StromzÀhler

Intelligente StromzÀhler: Quote steigt langsam

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 14:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Stromverbrauch in Deutschland wird nur an wenigen Stellen von intelligenten StromzÀhlern gemessen.

Ende Juni waren an 5,9 Prozent der insgesamt gut 54 Millionen Messstellen sogenannte Smart Meter installiert, wie die Bundesnetzagentur in Bonn mitteilte. Im ersten Halbjahr kamen demnach 765.000 GerÀte neu hinzu.

Die Behörde hatte im FrĂŒhjahr Verfahren gegen Strom-Verteilnetzbetreiber eingeleitet, die die gesetzlichen Ausbauziele nicht erfĂŒllen. "Nach Eröffnung von Aufsichtsverfahren sehen wir nun, dass es bundesweit mit dem Rollout vorangeht", erklĂ€rte BehördenprĂ€sident Klaus MĂŒller einer Mitteilung zufolge.

Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch

Smart Meter bestehen aus einem DigitalzĂ€hler und einer Kommunikationseinheit. Sie messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und ĂŒbermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten.

Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom gĂŒnstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern.

Deutschland hinkt in der EU weit hinterher

Bislang sind Netzbetreiber nur unter bestimmten Bedingungen zur UmrĂŒstung bei privaten Kunden verpflichtet, etwa wenn in den Haushalten eine WĂ€rmepumpe oder eine grĂ¶ĂŸere Sonnenstromanlage angeschlossen wurde. In Europa hinkt Deutschland daher bei der UmrĂŒstung weit hinterher.

Laut der EU-Agentur fĂŒr die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (Acer) verfĂŒgten in der EU und Norwegen Ende 2025 rund 66 Prozent der erfassten Haushaltskunden ĂŒber einen intelligenten ZĂ€hler, wie es in einer Auswertung von Ende Juli heißt.

Zehn LĂ€nder mit 99-Prozent-Quote - oder mehr

In den meisten EU-Mitgliedstaaten liegt die Ausstattungsquote den Angaben zufolge bei mehr als 80 Prozent. In mehreren LÀndern liege sie aber unter 20 Prozent. "Dadurch ist die Möglichkeit der Verbraucher eingeschrÀnkt, ihren Stromverbrauch in Echtzeit anzupassen", stellte die Agentur fest.

Aus einer Tabelle geht hervor, dass Deutschland Ende 2025 unter den erfassten LÀndern die niedrigste Ausstattungsquote hatte - hinter Tschechien (8,0 Prozent) und Ungarn (9,5 Prozent). Daten aus RumÀnien, Bulgarien und Griechenland lagen nicht vor. Folgende Staaten hatten demnach Ausstattungsquoten von 99 Prozent und mehr: DÀnemark, Finnland, Italien, Estland, Lettland, Luxemburg, Portugal, Schweden, Slowenien und Spanien.

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