IonQ Aktie: FTC fordert Second Request zu SkyWater
13.05.2026 - 20:08:04 | boerse-global.deDer Quantencomputer-Spezialist IonQ sichert sich einen zentralen Baustein für seine Lieferkette. Die Aktionäre des US-Halbleiterfertigers SkyWater Technology haben der 1,8 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Börse feiert den Schritt zur vertikalen Integration mit einem kräftigen Kurssprung. Ein Veto der US-Wettbewerbshüter könnte den Zeitplan allerdings noch ins Wanken bringen.
Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai machten die SkyWater-Anteilseigner den Weg frei. Fast 33 Millionen Stimmen votierten für den Zusammenschluss, Gegenstimmen blieben eine Randnotiz. IonQ holt sich mit dem Zukauf die heimische Halbleiterfertigung und fortschrittliche Verpackungskapazitäten direkt ins eigene Haus. Die bestehenden SkyWater-Werke in Minnesota, Florida und Texas sollen künftig die Produktion der Quantenrechner absichern.
Anleger reagierten euphorisch auf den Etappensieg. Die IonQ-Aktie schoss am Montag um 18 Prozent nach oben und markierte ein Sechsmonatshoch. Mit knapp 56 Millionen gehandelten Papieren lag das Volumen mehr als doppelt so hoch wie im Dreimonatsdurchschnitt. Am Dienstag beruhigte sich das Geschehen leicht, das Papier schloss bei 55,87 US-Dollar.
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Die FTC prüft genauer
Trotz des grünen Lichts der Aktionäre steht der finale Vollzug noch aus. Bereits Ende April forderte die US-Handelsbehörde FTC im Rahmen eines sogenannten "Second Request" zusätzliche Informationen von beiden Unternehmen an. Diese vertiefte Kartellprüfung verlängert die gesetzliche Wartefrist automatisch. Das Management hält indes an seiner Prognose fest. Der Abschluss der Transaktion ist weiterhin für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant.
Analysten mahnen zur Vorsicht
An der Wall Street sorgt die Kursrallye für gemischte Gefühle. JPMorgan hob das Kursziel zwar auf 50 US-Dollar an, belässt die Einstufung aber auf "Neutral". Die Experten verweisen auf die ambitionierte Bewertung und den wachsenden Wettbewerbsdruck durch Tech-Riesen wie Amazon, Alphabet oder IBM. Auch seien die kommerziellen Vorteile des Quantencomputings aktuell noch begrenzt.
Morgan Stanley schlägt in eine ähnliche Kerbe. Analyst Joseph Moore lobt die starken Umsatztrends und hob sein Ziel leicht auf 48,50 US-Dollar an, rät aber ebenfalls nur zum Halten der Papiere. Deutlich optimistischer zeigt sich Wedbush. Die Investmentbank bestätigt ihr "Outperform"-Rating und sieht die Aktie erst bei 60 US-Dollar fair bewertet.
Das Management hat nun die Aufgabe, Investoren von der reibungslosen Integration der neuen Fertigungskapazitäten zu überzeugen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 18. Mai auf der Technologiekonferenz von JPMorgan in Boston. Zwei Tage später präsentiert sich IonQ auf der B. Riley Jahreskonferenz in Marina del Rey. Bis die FTC ihre Prüfung abschließt, bleibt die kartellrechtliche Freigabe die entscheidende Hürde für den Milliarden-Deal.
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