Masche, Passcode

iPhone-Diebstahl: Neue Masche macht Passcode zur Einbruchstür

02.02.2026 - 04:42:12

Kriminelle spähen Passcodes in der Öffentlichkeit aus und übernehmen binnen Minuten Konten. Apples Sicherheitsfunktion in iOS 17.3 bietet Schutz, erfordert jedoch Aktivierung.

Eine neue Diebstahlswelle trifft iPhone-Nutzer in Geschäften und Cafés. Die Täter spähen den Entsperrcode aus und stehlen das Gerät – binnen Minuten übernehmen sie die digitale Identität des Opfers. Diese perfide Masche verlagert den Tatort von der Straße in scheinbar sichere Räume.

Vom Ausspähen zum Komplettzugriff

Die Taktik ist zweistufig und raffiniert. Zuerst beobachten die Diebe, wie das Opfer seinen Passcode eingibt – an der Supermarktkasse oder im Café. In einem Moment der Unachtsamkeit entwenden sie das iPhone. Mit Gerät und Code haben sie den Schlüssel zum gesamten digitalen Leben.

Die Kriminellen handeln schnell:
* Sie ändern das Passwort der Apple-ID und sperren das Opfer aus.
* Sie deaktivieren die Ortungsfunktion „Wo ist?“.
* Sie plündern den iCloud-Schlüsselbund, um an Bankdaten und Passwörter zu gelangen.

Betroffene berichten von leergeräumten Konten und missbrauchten Kreditkarten – oft innerhalb weniger Minuten.

Apples Abwehr: Der „Schutz für gestohlene Geräte“

Als Reaktion auf die Bedrohung führte Apple mit iOS 17.3 eine wichtige Funktion ein. Ist der „Schutz für gestohlene Geräte“ aktiv, verlangt das iPhone an unbekannten Orten für kritische Aktionen zwingend Face ID oder Touch ID.

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Der einfache Passcode reicht dann nicht mehr aus, um:
* Das Apple-ID-Passwort zu ändern.
* Die Ortungsfunktion abzuschalten.
* Das Gerät komplett zu löschen.

Für das Ändern des Apple-ID-Passworts gilt zudem eine ein-stündige Sicherheitsverzögerung. Das gibt Opfern wertvolle Zeit, um ihr Konto zu sichern. Sicherheitsexperten raten dringend, diese Einstellung zu aktivieren.

So schützen Sie sich vor Code-Spionage

Die beste Verteidigung beginnt beim eigenen Verhalten. Die Polizei empfiehlt erhöhte Wachsamkeit in der Öffentlichkeit. Wo immer möglich, sollten Sie biometrische Entsperrmethoden nutzen.

Muss der Code eingegeben werden, helfen einfache Tricks:
* Decken Sie das Display mit der Hand ab.
* Verwenden Sie ein alphanumerisches Passwort statt eines einfachen Zahlencodes.
* Seien Sie misstrauisch in Menschenmengen – ob im Supermarkt oder in der U-Bahn.

Jede Code-Eingabe außer Haus birgt ein Risiko. Die Täter nutzen genau diese alltäglichen Situationen aus.

Warum die Diebe jetzt anders vorgehen

Die neue Masche ist eine direkte Antwort auf verbesserte Sicherheitstechnik. Die Aktivierungssperre moderner iPhones macht den Verkauf gestohlener Geräte unattraktiv. Für Kriminelle lohnt sich heute der Zugriff auf die gespeicherten Daten und Konten weit mehr.

Der Handel beobachtet ohnehin eine Zunahme aggressiver Ladendiebstähle. Die neue iPhone-Masche fügt sich in dieses Bild ein. Sie zeigt: Die größte Schwachstelle in der Sicherheitskette bleibt oft der Mensch selbst.

@ boerse-global.de