Iran-Krieg, Preise

Iran-Krieg treibt Preise: EZB vor nÀchster Zinserhöhung

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Als Antwort auf die gestiegene Inflation dĂŒrfte die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Euroraum zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben.

Ökonomen erwarten, dass die Notenbank den fĂŒr Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag von 2,25 auf 2,5 Prozent erhöhen wird. Der Beschluss des EZB-Rates wird um 14.15 Uhr nach der auswĂ€rtigen Sitzung des Gremiums in Berlin verkĂŒndet. Zudem legt die EZB neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur im Euroraum vor.

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hat die Teuerung krĂ€ftig nach oben getrieben. Autofahrer spĂŒren das an den Tankstellen, Hausbesitzer bei den Heizölpreisen. Eine Lösung des Konflikts am Persischen Golf ist nicht in Sicht.

Im August waren die Verbraucherpreise im Euroraum 3,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist die höchste Teuerungsrate seit September 2023 und liegt weit ĂŒber dem Ziel der EZB, die mittelfristig PreisstabilitĂ€t bei 2,0 Prozent Inflation im Euroraum anpeilt. In Deutschland hatten hohe Energiepreise die Inflation im August auf 2,9 Prozent getrieben.

Mit höheren Zinsen kann die EZB die Teuerung dĂ€mpfen, weil Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Sparer können zugleich von Zinserhöhungen profitieren, wenn Banken diese weitergeben. Jedoch sind höhere Zinsen eine Belastung fĂŒr alle, die investieren wollen.

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