Irans PrĂ€sident beauftragt AuĂenminister mit US-Verhandlungen
03.02.2026 - 07:21:52"Diese Verhandlungen sollen im Rahmen unserer nationalen Interessen gefĂŒhrt werden", schrieb Irans PrĂ€sident auf X. Er forderte ausgewogene Verhandlungen, "frei von Drohungen und unangemessenen Erwartungen".
Am Montag war bekanntgeworden, dass die USA und der Iran zu neuen Verhandlungen zusammenkommen wollen. US-Medien zufolge soll das Treffen zwischen Irans AuĂenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff am Freitag in Istanbul stattfinden. Auch Vertreter regionaler Staaten wie Saudi-Arabien, Katar und Pakistan werden demnach erwartet.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran ĂŒber Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die GesprĂ€che waren jedoch bei zentralen Fragen ins Stocken geraten. So fordern die USA etwa, dass Irans FĂŒhrung die Urananreicherung vollstĂ€ndig einstellt. Teheran ist zur Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet solche Maximalforderungen jedoch als rote Linie.
Verhandlungen mit den USA sehen viele Iraner nach der blutigen Niederschlagung der Proteste Anfang Januar Ă€uĂerst kritisch. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte den Demonstranten auf dem Höhepunkt der Massendemonstrationen seine UnterstĂŒtzung zugesagt. Dass er nun mit der iranischen StaatsfĂŒhrung verhandeln will, die fĂŒr Tausende Tote bei den Protesten verantwortlich gemacht wird, werten viele im Iran als Verrat.

