Irans, PrÀsident

Irans PrÀsident schlÀgt autofreien Tag vor

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 15:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Angesichts drohender VersorgungsengpÀsse hat Irans PrÀsident Massud Peseschkian einen autofreien Wochentag vorgeschlagen.

Der konservativ-moderate Regierungschef forderte bei einer Kabinettssitzung "einen Tag pro Woche ohne Auto", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Ansatz mĂŒsse bei der Regierung und staatlichen Einrichtungen beginnen, bevor die Bevölkerung dazu aufgerufen werde, sagte er weiter.

Spritpreise verdoppelt

In dieser Woche hat Irans Regierung die nicht subventionierten Spritpreise verdoppelt. Die ersten 110 Liter tanken Iranerinnen und Iraner mit einer Tankkarte jedoch weiterhin vergĂŒnstigt. Ist dieses Kontingent aufgebraucht, greift der regulĂ€re Spritpreis von nun umgerechnet etwa vier Cent. Was aus deutscher Sicht extrem gĂŒnstig wirkt, hat im Iran angesichts deutlich niedrigerer Einkommen weitreichende Folgen.

Erst Ende August fĂŒhrten Ängste vor VersorgungsengpĂ€ssen zu langen Schlangen vor Tankstellen. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole Teheran sogar mitten in der Nacht vor den Tankstellen. Die Regierung rĂ€umte Probleme infolge des Kriegs ein, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. 2019 löste eine Anhebung der Spritpreise noch landesweite Proteste aus.

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