ISACA-Workshop bereitet auf EU-KI-Gesetz vor
24.01.2026 - 01:54:12KI und Datenschutz verschmelzen – und stellen Unternehmen vor massive neue Pflichten. Ein Workshop der Expertenvereinigung ISACA schult heute Fachleute für die kommende Ära der KI-Regulierung.
Der virtuelle Kurs „Generative KI für Datenschutzexperten“ konzentriert sich auf die Risiken generativer KI-Systeme und die Umsetzung des bahnbrechenden EU-KI-Gesetzes. Mit dessen Kernregeln, die im August 2026 in Kraft treten, beginnt ein neues Kapitel verbindlicher KI-Governance. Die Schulung soll Teilnehmer auf diese Herausforderungen vorbereiten.
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Der Workshop taucht tief in die spezifischen Datenschutzrisiken ein, die mit KI-Systemen einhergehen. Im Fokus stehen Bedrohungen wie Prompt-Injection, Model-Inversion und Datenabflüsse, die traditionelle Sicherheitskonzepte herausfordern.
Fachleute betonen, dass der Wettbewerbsvorteil 2026 nicht allein von der Nutzung der KI abhängt, sondern von ihrer Beherrschung. Die Agenda des Workshops zielt daher darauf ab, Prinzipien wie „Privacy by Design“ in die KI-Entwicklung zu integrieren und datenschutzfördernde Technologien einzusetzen.
Countdown für das EU-KI-Gesetz läuft
Ein zentrales Thema ist die Vorbereitung auf das EU-KI-Gesetz, den weltweit ersten umfassenden Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz. Ab August 2026 gelten entscheidende Transparenzpflichten: Anbieter generativer KI müssen ihre Inhalte als solche kennzeichnen und Deepfakes klar labeln.
Das Gesetz folgt einem risikobasierten Ansatz. Für Hochrisiko-KI-Systeme gelten besonders strenge Regeln, die ebenfalls bis August 2026 umgesetzt sein müssen. Dieser nahende Termin setzt Unternehmen unter erheblichen Druck, ihre KI-Systeme zu bewerten und Governance-Strukturen zu schaffen. Diskussionen über mögliche Fristverlängerungen für einige Anwendungen bis Ende 2027 machen die Lage zusätzlich dynamisch.
Große Wissenslücke bei europäischen Unternehmen
Die Schulung ist Teil einer breiteren Initiative von ISACA, die gravierenden Auswirkungen der KI auf das digitale Vertrauen zu adressieren. Eine Umfrage der Organisation zeigte Ende 2025 eine alarmierende Bereitschaftslücke: Nur 11 Prozent der europäischen Befragten fühlten sich „vollständig vorbereitet“ auf das KI-Gesetz.
ISACA reagiert mit neuen Zertifizierungen für KI-Audit und Sicherheitsmanagement. Die Botschaft der Experten ist klar: KI-Governance ist kein optionales Add-on mehr, sondern ein geschäftskritischer Differenzierungsfaktor. Unternehmen müssen von Experimentierphasen zu vernetzten Systemen mit klarer Verantwortung und Kontrollen übergehen.
Globaler Wettlauf um Compliance-Expertise
Der Zeitpunkt des Workshops markiert einen Wendepunkt. Die extraterritoriale Wirkung des EU-KI-Gesetzes betrifft jedes Unternehmen, das KI-Systeme einsetzt, die sich auf EU-Bürger auswirken. Damit beginnt ein globaler Wettlauf, Fachkräfte für dieses neue regulatorische Terrain zu qualifizieren.
Die Herausforderungen sind vielfältig. Über das reine Verständnis des Gesetzestextes hinaus müssen Profis die technischen Tücken generativer KI meistern – von verzerrten Datensätzen bis zur Intransparenz mancher Modelle. Die Anforderungen an Daten-Governance, Risikomanagement und menschliche Aufsicht verlangen eine neue, hybride Expertise.
Neue Ära der KI-Verantwortlichkeit beginnt
Das Jahr 2026 wird zu einem Grundstein für die KI-Regulierung. Die oberste Priorität für Unternehmen wird nun in umfassenden Risikbewertungen ihrer KI-Systeme liegen, um deren Einstufung gemäß dem EU-Gesetz zu bestimmen.
Die EU-Kommission wird bis Mitte 2026 weitere Leitlinien und einen Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte vorlegen. Parallel dazu richten die Mitgliedstaaten regulatorische Sandboxes ein, um Innovation in kontrolliertem Rahmen zu fördern. Für Datenschutz- und IT-Experten ist klar: Die Ära freiwilliger KI-Ethik endet. Sie wird von einer Phase verbindlicher Compliance und Rechenschaftspflicht abgelöst. Kontinuierliches Lernen ist in dieser Pionierphase unverzichtbar.
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