Ischias-Schmerz, Stufenlagerung

Ischias-Schmerz: Stufenlagerung ist nur der erste Schritt

27.01.2026 - 07:35:12

Die klassische Stufenlagerung lindert akute Ischias-Beschwerden, moderne Therapien setzen jedoch auf gezielte Bewegung, um die Ursachen zu behandeln und Rückfällen vorzubeugen.

Ein stechender Schmerz vom Rücken bis ins Bein – die Ischialgie trifft Millionen. Die bewährte Stufenlagerung lindert den Druck auf den Nerv sofort. Doch moderne Physiotherapie sieht sie nur als Startpunkt für echte Besserung.

So wirkt die Soforthilfe

Bei akuten Beschwerden legt man sich flach auf den Rücken. Die Unterschenkel platziert man im 90-Grad-Winkel auf einem Stuhl oder Hocker. Diese Position entspannt die Rückenmuskulatur und entlastet die Nervenwurzeln. Der ausstrahlende Schmerz lässt oft sofort nach.

Warum reine Ruhe nicht reicht

Experten warnen heute vor zu langer Schonung. Die Stufenlagerung ähnelt der Sitzhaltung, die häufig die Ursache der Probleme ist. Sie bekämpft nur das Symptom, nicht die muskulären Dysbalancen oder verkürzten Faszien dahinter. Der neue Ansatz: Sobald der schlimmste Schmerz nachlässt, soll sanfte Bewegung folgen.

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Der Übergang zur aktiven Therapie

Physiotherapeuten empfehlen gezielte Übungen nach der ersten Entlastung. Dazu gehören:
* Die Dehnung des Piriformis-Muskels im Gesäß, der den Ischiasnerv oft komprimiert.
* Das Stretchen des Hüftbeugers, um den Zug auf die Lendenwirbelsäule zu mindern.
* Sanfte Mobilisation wie die “Katze-Kuh”-Übung aus dem Yoga.
* Faszienmassagen mit Ball oder Rolle für das Gesäß.

Vom Aussitzen zur Bewegung

Die Ischias-Behandlung hat sich grundlegend gewandelt. Früher stand die Ruhigstellung im Vordergrund. Heute weiß man: Bewegungsmangel und langes Sitzen sind Hauptauslöser. Die Stufenlagerung bleibt ein wertvolles Akut-Werkzeug, dient aber als Brücke. Das Ziel ist es, Patienten zu aktivieren, um die Ursachen zu beheben.

Die Zukunft liegt in der Vorbeugung

Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf die Prävention. Ergonomie am Arbeitsplatz und regelmäßige Übungen im Alltag gewinnen an Bedeutung. Digitale Gesundheits-Apps bieten individuelle Bewegungsprogramme. Bei Lähmungsgefühlen ist immer ein Arztbesuch nötig. Für die meisten Betroffenen aber gilt: Aus der kurzen Entlastung folgt der gezielte Weg in die Bewegung.

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