Meloni-Regierung will Migrationspolitik weiter verschÀrfen
11.02.2026 - 22:44:50Das Kabinett in Rom verabschiedete einen entsprechenden Gesetzentwurf, der die "Instrumente zur BekÀmpfung illegaler Einwanderung stÀrken und ein strengeres Management der Migrationsströme gewÀhrleisten" soll. Vorgesehen sind etwa Seeblockaden, um Migrantenboote auf dem Mittelmeer aufzuhalten.
Diese zeitlich begrenzte MaĂnahme soll allerdings nur in klar definierten FĂ€llen möglich sein. Migrantenbooten soll dem Gesetzentwurf zufolge in Zeiten "auĂergewöhnlichen Drucks" die Durchfahrt durch italienische territoriale GewĂ€sser untersagt werden können. In dem Kontext ist von "schwerwiegenden Gefahren fĂŒr die öffentliche Ordnung oder die nationale Sicherheit" die Rede.
Rechte Regierung will irregulÀre Migration eindÀmmen
Seit ihrem Amtsantritt vor mehr als drei Jahren setzt die Regierung von Meloni auf eine strikte Migrationspolitik. Italien gehört zu den LĂ€ndern, die von der Fluchtbewegung ĂŒber das zentrale Mittelmeer besonders betroffen sind. Jedes Jahr landen Zehntausende Migranten mit Booten an Italiens KĂŒsten. Das erklĂ€rte Ziel der Regierung in Rom ist es, die Ăberfahrten massiv einzudĂ€mmen.
Beide Parlamentskammern mĂŒssen den Gesetzentwurf noch billigen. Sollten sie dies tun, könnte das Gesetz auch neuen Schwung in die von der Meloni-Regierung forcierten Abschiebelager in Albanien bringen. In ihnen sollte im Schnellverfahren ĂŒber die AsylantrĂ€ge von Mittelmeer-Migranten entschieden werden, noch bevor diese einen FuĂ auf italienischen Boden setzen können.
Kommt nun auch "Albanien-Modell" voran?
Das Vorhaben kam bislang aber ĂŒberhaupt nicht voran. Die Auslagerung von Entscheidungen ĂŒber AsylantrĂ€ge nach Albanien wurde durch mehrere Gerichtsurteile untersagt. Der neue Gesetzentwurf sieht nun auch vor, dass Migranten an Bord von Schiffen, denen die Einfahrt in italienische TerritorialgewĂ€sser untersagt wurde, in LĂ€nder gebracht werden, mit denen Rom ein Abkommen ĂŒber Inhaftierung oder RĂŒckfĂŒhrung geschlossen hat.
@ dpa.de
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