'Ja' in ZĂŒrich zur VerlĂ€ngerung der Flughafenpisten
Veröffentlicht am: 03.03.2024 um 17:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(mit Endergebnis durchgehend aktualisiert)
ZĂRICH (dpa-AFX) - Die Pisten am Flughafen ZĂŒrich CH0319416936 können in Richtung Norden nach Deutschland und Richtung Westen verlĂ€ngert werden. Bei einer Volksabstimmung in ZĂŒrich sprach sich am Sonntag die Mehrheit der Stimmberechtigten dafĂŒr aus, insgesamt 61,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,6 Prozent.
Deutsche LandrĂ€te Ă€uĂerten sich kritisch zu dem Projekt. "FĂŒr die Menschen in der deutschen Grenzregion darf keine Mehrbelastung entstehen", verlangten die LandrĂ€te Martin Kistler (Waldshut), Zeno Danner (Konstanz) und Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar) am Sonntag. Das Ende einer Start-und-Landebahn liegt nur rund zwölf Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt.
In ZĂŒrich hatte das Kantonsparlament schon im vergangenen Jahr grĂŒnes Licht fĂŒr den Ausbau gegeben. Gegner hatten dagegen das Referendum ergriffen. Nach Angaben des Flughafens geht es ausschlieĂlich um höhere Sicherheit im Flugbetrieb und damit weniger FluglĂ€rm durch verspĂ€tete Maschinen am Abend. Die Regierung Baden-WĂŒrttembergs und andere Gegner fĂŒrchten dagegen mehr Starts und Landungen pro Stunde.
Die jetzt 3300 Meter lange Piste 32 Richtung Norden soll um 280 Meter verlÀngert werden. Die Piste 28 mit heute 2500 Metern soll 400 Meter Richtung Westen verlÀngert werden.
Die deutschen LandrÀte verlangten deshalb erneut den Abschluss eines Staatsvertrags mit der Schweiz. Darum ringen Bern und Berlin seit mehr als 20 Jahren, ohne absehbaren Erfolg. Dabei geht es um eine Lastenverteilung in Bezug auf den FluglÀrm.
"Die PlĂ€ne fĂŒr den Ausbau der Pisten erfordern nach Ansicht der drei Landkreise auch eine grenzĂŒberschreitende UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung", teilten die LandrĂ€te weiter mit. Sie verlangten zudem, dass die deutsche Grenzregion in das Genehmigungsverfahren einbezogen wird.
