JinkoSolar Aktie: 40-Megawattstunden-Projekt in Deutschland
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 04:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
JinkoSolar drängt massiv in den europäischen Markt für Energiespeicher. Der chinesische Konzern reagiert damit auf den drastischen Einbruch im Heimatmarkt. Eine neue Kooperation in Deutschland soll nun den Wendepunkt markieren.
Großprojekt in Deutschland gestartet
Die Tochtergesellschaft Jinko ESS hat einen Vertrag über ein Speicherprojekt in Deutschland unterzeichnet. Partner für das Vorhaben ist das Unternehmen Eturn. Das Projekt umfasst eine Kapazität von 40 Megawattstunden. Zum Einsatz kommen dabei spezielle Speichereinheiten, die das Stromnetz stabilisieren sollen.
Die Strategie dahinter ist eindeutig. JinkoSolar will sich vom reinen Modulhersteller zum integrierten Energieanbieter wandeln. Parallel dazu sicherte sich der Konzern bereits einen Liefervertrag über 100 Megawattstunden in Zentraleuropa. Auch in Australien und im Nahen Osten baut das Management die Präsenz aus.
Abkehr vom chinesischen Markt
Dieser Kurswechsel ist eine notwendige Reaktion auf die Krise in Fernost. In China brach der Zubau neuer Solaranlagen im ersten Halbjahr 2026 um 66 Prozent ein. Peking hat die festen Einspeisevergütungen gestrichen. Betreiber müssen ihren Strom nun zu Marktpreisen verkaufen. Das bremst die Investitionen massiv.
Hinzu kommen neue Effizienzstandards und eine geplante Verbrauchssteuer für das Jahr 2027. JinkoSolar baut deshalb eine Produktion in Saudi-Arabien auf. Das Werk mit einer Kapazität von 10 Gigawatt soll noch 2026 den Betrieb aufnehmen. Es dient künftig als zentrales Drehkreuz für den globalen Export.
Stabilisierung am Jahrestief
An der Börse sorgte die Nachricht für eine kurze Atempause. Die Aktie stabilisierte sich zuletzt bei 13,44 Euro. Zuvor war das Papier auf ein neues Jahrestief gefallen.
Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 41 Prozent an Wert verloren. Marktbeobachter achten nun besonders auf die Marke von 13,00 Euro. Diese psychologische Unterstützung muss halten, um einen weiteren Ausverkauf zu verhindern. Im August stehen die nächsten Quartalszahlen an, die Aufschluss über die tatsächliche Profitabilität geben werden.
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