Jugend-Internet-Monitor, KI-Chatbots

Jugend-Internet-Monitor: KI-Chatbots erreichen 94 Prozent der Jugend

27.01.2026 - 00:01:12

Eine Studie zeigt, dass 94 Prozent der österreichischen Jugendlichen KI-Chatbots nutzen. Experten warnen vor neuen Risiken wie personalisiertem Betrug und fordern mehr digitale Bildung.

Eine neue Studie schlägt Alarm: Nahezu alle österreichischen Jugendlichen nutzen KI-Chatbots. Der heute veröffentlichte Jugend-Internet-Monitor 2026 der Initiative Saferinternet.at zeigt eine flächendeckende Verbreitung der Technologie bei 11- bis 17-Jährigen. Experten warnen vor neuen Gefahren durch Desinformation und Betrug – direkt auf dem Smartphone.

KI als ständiger Begleiter: Die Zahlen sprechen klar

Die zentrale Erkenntnis ist eindeutig. Laut einer Zusatzerhebung nutzen 94 Prozent der Jugendlichen KI-basierte Chatbots. Die Interaktion ist tief in ihre Alltags-Apps integriert, etwa über den „My AI“-Chatbot bei Snapchat. Diese Technologie beeinflusst damit einen Großteil ihrer Kommunikation und Informationssuche.

Klassische soziale Netzwerke verzeichnen derweil teils deutliche Rückgänge. WhatsApp bleibt mit 82 Prozent zwar Spitzenreiter, verliert aber an Boden. YouTube folgt mit 76 Prozent. Ein dramatischer Einbruch zeigt sich bei BeReal: Nach einem Hoch 2024 nutzt die App 2026 nur noch 7 Prozent der Jugendlichen.

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Neue Bedrohungen: Manipulation und Betrug werden einfacher

Was macht diese Entwicklung so gefährlich? Experten sehen eine neue Dimension der Risiken. KI-Systeme können für hochentwickelte Phishing-Angriffe, die Erstellung von Falschinformationen oder emotionale Manipulation missbraucht werden.

  • Deepfakes & Mobbing: KI-manipulierte Videos oder Audiodateien (Deepfakes) ermöglichen neue Formen von Mobbing oder sexualisierter Gewalt.
  • Personalisiertes Phishing: Statt generischer Mails können Betrüger Nachrichten erstellen, die exakt auf Interessen und Sprachstil des Opfers zugeschnitten sind. Diese sind schwerer zu erkennen.

Die Fähigkeit von KI, täuschend echte Inhalte zu erzeugen, senkt die Hemmschwelle für digitale Übergriffe. Für Jugendliche wird es immer schwieriger, Echtes von Gefälschtem zu unterscheiden.

Digitale Aufklärung: Der Ruf nach Kompetenz wird lauter

Die Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die digitale Kompetenz junger Menschen zu stärken. Organisationen wie Saferinternet.at stellen bereits Informationsmaterialien bereit. Auf europäischer Ebene soll der AI Act Risiken regulieren – doch seine Umsetzung braucht Zeit.

Branchenanalysten betonen: Technischer Schutz allein reicht nicht. Nötig ist eine grundlegende Bildung über die Funktionsweise und Gefahren von Algorithmen. Die kritische Quellenbewertung wird zur Schlüsselkompetenz.

Der Druck auf Plattformbetreiber wächst, robustere Altersverifikation und sicherere Voreinstellungen zu implementieren. Gleichzeitig müssen Aufklärungsinitiativen in Schulen und Familien intensiviert werden. Die Sicherheit der Jugend im Netz hängt davon ab, wie schnell die Gesellschaft auf diese neue KI-Realität reagiert.

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