Käse, Sahne

Käse und Sahne könnten Demenzrisiko senken

26.03.2026 - 07:11:22 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie zeigt, dass der Verzehr von fettreichen Milchprodukten mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden ist. Die Ergebnisse stellen gängige Ernährungsempfehlungen infrage.

Käse und Sahne könnten Demenzrisiko senken - Foto: über boerse-global.de
Käse und Sahne könnten Demenzrisiko senken - Foto: über boerse-global.de

Eine schwedische Langzeitstudie bringt fettreiche Milchprodukte mit einem geringeren Demenzrisiko in Verbindung. Die Ergebnisse stellen gängige Ernährungsempfehlungen infrage.

Überraschende Ergebnisse nach 25 Jahren

Forscher der Universität Lund begleiteten fast 28.000 Erwachsene über einen Zeitraum von 25 Jahren. Ihre Analyse zeigt: Wer regelmäßig fettreichen Käse oder Sahne verzehrte, erkrankte seltener an Demenz.

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Konkret sank das Demenzrisiko bei täglich etwa 50 Gramm fettreichem Käse um 13 Prozent. Der Konsum von rund 20 Gramm Sahne pro Tag war sogar mit einem um 16 Prozent geringeren Risiko verbunden. Besonders deutlich war der Effekt bei vaskulärer Demenz – hier lag das Risiko bei hohem Käsekonsum um 29 Prozent niedriger. Fettarme Milchprodukte wie Joghurt zeigten keinen vergleichbaren Schutz.

Wie schützen Käse und Sahne das Gehirn?

Die genauen Gründe für den beobachteten Zusammenhang sind noch unklar. Experten diskutieren mehrere Erklärungsansätze. Käse liefert Vitamin B12, hochwertiges Eiweiß und spezielle Fettsäuren, die für Nervenzellen essenziell sind.

Zudem enthalten fermentierte Lebensmittel wie Käse bioaktive Stoffe. Diese könnten entzündungshemmend wirken – ein wichtiger Faktor bei Alzheimer. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Darm-Hirn-Achse. Fermentierte Produkte beeinflussen die Darmflora, die wiederum mit der kognitiven Gesundheit in Verbindung gebracht wird.

Müssen Ernährungsrichtlinien neu bewertet werden?

Die Studie fordert etablierte Ratschläge heraus. Bisher rieten Gesundheitsbehörden wie der britische NHS, den Käsekonsum wegen gesättigter Fette und Salz zu beschränken. Auch die populäre MIND-Diät zur Demenzprävention stuft Käse als zu vermeidendes Nahrungsmittel ein.

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Doch die pauschale Verteufelung von Fett könnte zu kurz greifen. Es handelt sich bei der Studie allerdings um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt einen statistischen Zusammenhang, beweist aber keine Ursache. Weitere Faktoren wie Bildung oder Lebensstil könnten eine Rolle spielen.

Kein Freibrief für ungesunde Ernährung

Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber kein Grund für radikale Ernährungsumstellungen. Weitere Forschung muss die Mechanismen erst klären und die Ergebnisse bestätigen.

Die allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Lebensweise bleiben unverändert. Dazu gehören normales Gewicht, wenig Alkohol, kontrollierter Blutdruck sowie regelmäßige körperliche und geistige Aktivität. Käse und Sahne könnten sich lediglich als ein weiteres Puzzleteil in der komplexen Demenzprävention erweisen.

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