Merz: EuropÀischer Atom-Schutzschirm wÀre ErgÀnzung zu USA
29.01.2026 - 15:27:44"Wir wissen, dass wir hier strategisch und auch militĂ€rpolitisch einige Entscheidungen treffen mĂŒssen", sagte der CDU-Politiker in Berlin bei einem Treffen mit der litauischen Regierungschefin Inga Ruginiene. DafĂŒr sei aber "die Zeit im Augenblick noch nicht reif". Man fĂŒhre strategische GesprĂ€che mit den beteiligten LĂ€ndern. Diese seien aber noch ganz am Anfang.
Deutschland habe sich in zwei völkerrechtlich bindenden VertrĂ€gen verpflichtet, keine eigenen Atomwaffen zu haben, erklĂ€rte Merz - dem sogenannten Zwei-plus-vier-Vertrag im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung sowie dem Nichtverbreitungsvertrag ĂŒber Atomwaffen. "Insofern steht es nicht in unserem eigenen Ermessen und nicht in unserer eigenen ZustĂ€ndigkeit, Atomwaffen in Deutschland zu haben."
Merz: GesprÀche nicht im Widerspruch zur atomaren Teilhabe
Dies heiĂe aber nicht, "dass wir mit anderen Staaten Europas nicht auch ĂŒber die gemeinsame atomare Abschreckung sprechen", fĂŒgte der Kanzler hinzu. Diese GesprĂ€che stĂŒnden auch nicht im Widerspruch zur atomaren Teilhabe mit den USA. "Sie können eine ErgĂ€nzung darstellen, so wie das zum Beispiel zurzeit fĂŒr Frankreich und fĂŒr GroĂbritannien gilt."
Deutschland ist anders als Frankreich, GroĂbritannien und die USA keine Atommacht, stellt aber im Rahmen der nuklearen Abschreckung der Nato Kampfflugzeuge bereit, die im Verteidigungsfall mit US-Atombomben bestĂŒckt werden könnten, die in Deutschland lagern. Dieses Nato-Konzept wird als nukleare Teilhabe bezeichnet.

