Kanzleramt, Einigung

Kanzleramt zuversichtlich bei Einigung fĂŒr KrankenkassenbeitrĂ€ge

15.12.2025 - 16:13:58

Kanzleramtschef Thorsten Frei setzt auf eine VerstÀndigung von Bund und LÀndern in dieser Woche, um die KrankenkassenbeitrÀge zum neuen Jahr zu stabilisieren.

Er sei zuversichtlich, dass man an diesem Mittwoch im Vermittlungsausschuss eine Lösung finde, die dann am Freitag im Bundesrat zur Zustimmung fĂŒhren werde, sagte der CDU-Politiker nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Die BeitrĂ€ge wĂŒrden steigen, wenn man eine geplante Entlastung von zwei Milliarden Euro nicht hinbekommen wĂŒrde.

Sie sei die Voraussetzung dafĂŒr, dass die BeitrĂ€ge nicht steigen mĂŒssten, machte Frei deutlich. Er betonte zugleich: "Eine Garantie dafĂŒr kann niemand geben, weil das am Ende die jeweiligen Kassen entscheiden." Hintergrund sei, dass der Bund nicht wie in der Pflegeversicherung die Entscheidung ĂŒber die BeitrĂ€ge treffe. Um den Druck fĂŒr Anhebungen zu mildern, hatte der Bundestag ein Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) von zwei Milliarden Euro beschlossen, das Ausgabenbremsen vor allem bei den Kliniken vorsieht. Der Bundesrat schickte es aber in den Vermittlungsausschuss.

GrĂŒne: Schuld nicht Kassen zuschieben

Die Krankenkassen mĂŒssen in diesen Tagen ihre ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 festlegen, die sie je nach ihrer Finanzlage ermitteln. Kassenvertreter warnen bereits, dass auch mit dem Sparpaket erneute Anhebungen absehbar seien, da viele Kassen RĂŒcklagen auf vorgeschriebene Mindestwerte auffĂŒllen mĂŒssen.

Die GrĂŒnen sehen die Schuld fĂŒr drohende Beitragssteigerungen nicht bei den Kassen, sondern bei der Bundesregierung. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner sagte nach Gremiensitzungen in Berlin, es sei beschĂ€mend, dass die Regierung jetzt auf die Kassen verweise und ihnen die Schuld zuschiebe.

@ dpa.de