EQS-News: Kapitalbedarf der KI-Unternehmen konkurriert mit dem der größten Volkswirtschaft der Welt (deutsch)
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 09:09 Uhr | dpa.deKapitalbedarf der KI-Unternehmen konkurriert mit dem der größten Volkswirtschaft der Welt
EQS-News: Fonds Direkt AG / Schlagwort(e): Marktbericht/Fonds
Kapitalbedarf der KI-Unternehmen konkurriert mit dem der größten
Volkswirtschaft der Welt
20.08.2026 / 09:09 CET/CEST
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Kapitalbedarf der KI-Unternehmen konkurriert mit dem der größten
Volkswirtschaft der Welt
Marktkommentar von Thorsten Dreilich, Vorstand, Geschäftsführer und
Fondsmanager bei der Fonds Direkt AG
Bad Homburg, 20. August 2026 - Von KI-Chips über Stromnetze bis hin zu
Rechenzentren: Die Entwicklung und der Ausbau von künstlicher Intelligenz
erfordern massive Investitionen. Allein bis 2027 soll sich der Kapitalbedarf
der Technologieunternehmen dafür auf rund 1,75 Billionen US-Dollar belaufen.
Dieser Umstand sät Zweifel an den hohen Bewertungen und der Profitabilität
von Technologieunternehmen, deren Investitionsbedarf allmählich deren
verfügbaren Cashflow übersteigt. Diese Bedenken führten im Juli 2026 zu
einer umfassenden Korrektur von Technologiewerten. Der Nasdaq Composite
Index gab rund 3,2 Prozent nach.
Um die rasant steigenden Investitionssummen stemmen zu können, finanzieren
sich viele Tech-Unternehmen zunehmend über den Anleihenmarkt. Es wird
erwartet, dass die Gesamtausgaben der fünf großen Hyperscaler bis Ende
nächsten Jahres ein Volumen von über zwei Billionen US-Dollar erreichen, ein
großer Teil davon wird durch die Aufnahme von Schulden finanziert werden
müssen. Damit treten die Tech-Unternehmen in direkte Konkurrenz mit der
Federal Reserve, die ihren rekordhohen Finanzierungsbedarf ebenso über die
Anleihenmärkte zu decken sucht.
Die Fed übt einen schwierigen Drahtseilakt
Für die US-Notenbank wird der Schuldendienst für die US-Regierung immer mehr
zur Sisyphusaufgabe. Zum einen muss das US-Staatsdefizit von jährlich rund 3
Billionen US-Dollar finanziert werden. Zum anderen werden in den nächsten
zwölf Monaten etwa ein Viertel der US-Staatsanleihen fällig und müssen zum
aktuellen Zins verlängert werden. Und der ist nicht unerheblich. Die Zeiten
des billigen Geldes sind vorbei. Das Volumen dieser Staatsanleihen beträgt
rund 9 Billionen US-Dollar, das zuvor zu deutlich günstigeren Zinssätzen
emittiert wurde. Bereits heute machen die Zinszahlungen für die bestehenden
Staatsschulden den größten Posten im Haushalt aus und schränken den
Gestaltungsspielraum der US-Regierung merklich ein.
Das Dilemma, in dem der Fed-Chef Kevin Warsh steckt, wird nun deutlich
sichtbar: Die US-Inflation lag im Juli bei 3,4 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr und verbleibt damit auf einem höheren Niveau. Dies spräche für eine
Zinserhöhung bei der nächsten Notenbanksitzung im September. Gleichzeitig
gibt es auch von der US-Konjunktur wenig positive Signale. Zuletzt
bestätigten die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten die eher schleppende
Entwicklung.
Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Fed primär zuerst versucht,
die Inflation einzudämmen, indem sie die Leitzinsen anhebt. Wir gehen jedoch
von einem anderen Szenario aus: Sehr wahrscheinlich hat die US-Notenbank
kaum eine andere Wahl, als sich für eine Entlastung durch niedrigere
Anleihezinsen zu entscheiden. Eine weitere Leitzinsanhebung sehen wir
deshalb nicht. Stattdessen ist aufgrund der zuletzt stark gestiegenen
Anleihezinsen davon auszugehen, dass die Notenbank gezielt eine
Zinskurvensteuerung vornehmen wird.
US-Staatsanleihen werden zum Ladenhüter
Es stellt sich auch die Frage, wer den hohen Berg an US-Anleihen kaufen
soll. Die heimischen Käufer halten sich zurück. Die Sparquote der
US-Haushalte ist auf dem niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2008. Der
US-Privatsektor zeigt also wenig Interesse. Auch ausländische Investoren
üben sich in Zurückhaltung. Japan ist der größte ausländische Gläubiger der
USA. Japanische Investoren profitierten einerseits von der Zinsdifferenz,
andererseits von der Abschwächung des Yen gegenüber dem US-Dollar und
konnten so zusätzliche Währungsgewinne erzielen. Die Marktbedingungen haben
sich jedoch zwischenzeitlich verschoben. Die Zinsen für japanische Anleihen
sind gestiegen, sodass immer mehr der Anreiz fehlt, in US-Treasuries zu
investieren. Zudem sind die Notenbanken in den USA und in Japan bestrebt,
die Abschwächung des Yen zu beenden. Auch der Globale Süden, allen voran
China, strebt zunehmend die Unabhängigkeit vom US-Dollar an und kauft lieber
Gold statt neue US-Anleihen.
Wir gehen davon aus, dass die Fed in die Zinsstruktur am Kapitalmarkt
eingreift, um das Zinsniveau für langlaufende Staatsanleihen zu senken. Dies
dürfte positive Auswirkungen auf die Aktienmärkte entfalten. Gleichzeitig
sollten Gold und Rohstoffe ebenfalls profitieren, während Zinsanlagen
weiterhin unattraktiv bleiben. In unserem Skyline Dynamik Fonds (ISIN
LU0100002038) setzen wir deshalb weiterhin auf deutsche und europäische
Aktien, ergänzt um Investitionen in Gold- und Rohstoffaktien.
Über die Fonds Direkt AG
Die Fonds Direkt AG wurde 1994 gegründet und betreut seit über 30 Jahren
Kundenvermögen in der Vermögensverwaltung und im Anlagedepot. Die beiden
Vorstände Thorsten Dreilich und Boris Röder sind seit über 25 Jahren im
Unternehmen. Das gesamte Managementteam von Fonds Direkt verfügt über eine
mehr als 50-jährige Erfahrung in der Kundenbetreuung und im
Asset-Management. Bei der Auswahl der Anlageprodukte setzt das Anlageteam
vor allem auf aktiv gemanagte Investmentfonds, die von erfahrenen
Vermögensverwaltern und Fondsmanagern betreut werden. Aus der Vielzahl der
verfügbaren Fonds werden in einem strengen Selektionsprozess die
erfolgversprechendsten Anlageideen herausgefiltert. Sie bilden die Grundlage
für die Strukturierung aller Investments - seien es Kundendepots oder der
Skyline Dynamik Fonds.
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Luxembourg, (siehe auch
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nach oben und unten unterworfen sein. Außerdem kann bei Fremdwährungen die
Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.
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