Kassen, Aufstocken

Kassen fordern Aufstocken des Sparpakets

Veröffentlicht am: 16.06.2026 um 13:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dringen angesichts eines stĂ€rkeren Ausgabenanstiegs auf Nachsteuerungen beim geplanten Sparpaket der Bundesregierung fĂŒr stabile BeitrĂ€ge.

"Es muss aufgestockt werden", sagte der Chef des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt, im brandenburgischen Kremmen. Dabei dĂŒrfe es aber keine Mehrbelastungen fĂŒr Beitragszahler und die Patientinnen und Patienten geben. Blatt machte deutlich, dass vor allem der Bund und die Pharmabranche dabei im Blick stehen sollten.

Durch eine hohe Ausgabendynamik im ersten Quartal 2026 mĂŒsse unbedingt an der Reform festgehalten werden, auch wenn es allen Beteiligten weh tue, sagte Blatt. Die Leistungsausgaben seien zwischen Januar und Ende MĂ€rz um 8 Prozent gestiegen und damit stĂ€rker als angenommen. Kostentreiber seien erneut die großen Ausgabenblöcke fĂŒr Klinikbehandlungen (plus 9,4 Prozent), Arzneimittel (6,4 Prozent) und Behandlungen in Praxen (7,3 Prozent) gewesen.

GrĂ¶ĂŸere LĂŒcke 2027 schon im Blick

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat bereits angekĂŒndigt, dass das Sparziel im geplanten Gesetz angehoben werden soll, um höhere BeitrĂ€ge im nĂ€chsten Jahr zu verhindern. Denn sie erwartet, dass sich die LĂŒcke 2027 um 3,5 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro vergrĂ¶ĂŸert. Der vom Kabinett auf den Weg gebrachte Entwurf deckt jedoch nur 16,3 Milliarden Euro ab. FĂŒr 2,5 Milliarden Euro muss also jetzt noch eine Lösung her - mindestens, wenn auch wieder ein Sicherheitspuffer fĂŒr UnwĂ€gbarkeiten eingebaut werden soll.

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