EinschrÀnkungen, Ostseefischer

Keine neuen EinschrĂ€nkungen fĂŒr Ostseefischer

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 18:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Deutsche Ostseefischer dĂŒrfen weiter mit kleinen Booten und passivem FanggerĂ€t wie Stellnetzen gezielt Heringe fangen.

Darauf einigten sich die fĂŒr Fischerei zustĂ€ndigen Ministerinnen und Minister der EU-Staaten und lehnten damit einen Vorschlag der EU-Kommission ab. Hering in der an Deutschland grenzenden westlichen Ostsee und Dorsch in der westlichen und östlichen Ostsee dĂŒrfen 2027 zudem im gleichen Umfang als Beifang angelandet werden wie bisher, wie aus einer Pressemitteilung der EU-Staaten hervorgeht.

BundesernĂ€hrungsminister Alois Rainer (CSU) hatte sich fĂŒr die sogenannte kleine KĂŒstenfischerei eingesetzt. "Der Kommissionsvorschlag geht gerade beim westlichen Hering zu weit und die Beibehaltung der Ausnahmen, wie wir sie jetzt haben, ist mir, aber vor allem unserer Fischerei, sehr, sehr wichtig", hatte Rainer am Montagmorgen vor dem Treffen in Luxemburg gesagt.

Nun bleibt es bei der Ausnahme. Abgesehen davon darf der einstige Brotfisch der Ostseefischer in der westlichen Ostsee schon seit 2022 nicht mehr gezielt gefischt werden. Als Beifang dĂŒrfen zudem weiter 437 Tonnen Hering aus der westlichen Ostsee angelandet werden, 31 Tonnen Dorsch in der westlichen Ostsee und 211 Tonnen Dorsch in der östlichen Ostsee. Beifang meint, dass Fische unbeabsichtigt mitgefangen werden.

Manche BestĂ€nde dĂŒrfen vermehrt gefischt werden

Die Fangmenge fĂŒr Hering in der mittleren Ostsee steigt dagegen um 71 Prozent auf rund 165.000 Tonnen, mehr als von der EU-Kommission vorgeschlagen (49 Prozent), die fĂŒr Hering im Rigaischen Meerbusen um 11 Prozent auf rund 28.000 Tonnen, die fĂŒr Sprotte um 44 Prozent auf rund 292.000 und fĂŒr Scholle um 3 Prozent auf rund 11.300 Tonnen. Dies begrĂŒndeten die Staaten in ihrer Pressemitteilung mit den BestĂ€nden.

Die EU-Kommission erarbeitet jedes Jahr auf Basis von wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates fĂŒr Meeresforschung (ICES) VorschlĂ€ge dazu, wie viel Fisch aus EU-Meeren gefangen werden darf. Die Vorgabe soll Überfischung verhindern. Die Ostsee leidet unter anderem unter dem Klimawandel und dem Verlust biologischer Vielfalt.

Final beschlossen werden die Mengen von den Fischereiministerinnen und -ministern der EU-LÀnder. Die Gesamtmenge wird in nationale Quoten aufgeteilt. Nach der politischen Einigung wird die förmliche Annahme im November erwartet.

Minister: Gesunde Meere und der Fischereisektor

Irlands Fischereiminister Martin Heydon teilte zur Einigung mit: "Indem wir die Erholung der FischbestĂ€nde und den Schutz der Meeresökosysteme mit der langfristigen LebensfĂ€higkeit unseres Fischereisektors in Einklang bringen, wollen wir gesunde Meere und florierende Fischergemeinden fĂŒr kĂŒnftige Generationen sichern." Irland hat derzeit den rotierenden Ratsvorsitz inne.

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