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KfW / KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet FördergeschÀft neu aus

04.02.2026 - 10:03:12

KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet FördergeschĂ€ft neu aus Frankfurt am Main -- Neuaufstellung in drei Dimensionen: Inlandsförderung, AuslandsgeschĂ€ft und in internen AblĂ€ufen der Bank - RĂŒckblick auf starkes Förderjahr 2025: KerngeschĂ€ft in der inlĂ€ndischen Förderung steigt um mehr als ein Drittel auf 61 Milliarden Euro - Wachstum bei Mittelstand, Privatkunden und Kommunen - Gesamtes KfW-NeugeschĂ€ft von 98 Milliarde Euro - ZuweisungsgeschĂ€fte des Bundes gehen zurĂŒckIm Jahr 2026 will die KfW ihren Beitrag fĂŒr die StĂ€rkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland vergrĂ¶ĂŸern und das Land beim Wachstumskurs unterstĂŒtzen.

KfW-Jahresauftakt-Pressekonferenz: KfW richtet FördergeschÀft neu aus Frankfurt am Main (ots) -

- Neuaufstellung in drei Dimensionen: Inlandsförderung, AuslandsgeschĂ€ft und in internen AblĂ€ufen der Bank - RĂŒckblick auf starkes Förderjahr 2025: KerngeschĂ€ft in der inlĂ€ndischen Förderung steigt um mehr als ein Drittel auf 61 Milliarden Euro - Wachstum bei Mittelstand, Privatkunden und Kommunen - Gesamtes KfW-NeugeschĂ€ft von 98 Milliarde Euro - ZuweisungsgeschĂ€fte des Bundes gehen zurĂŒck

Im Jahr 2026 will die KfW ihren Beitrag fĂŒr die StĂ€rkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland vergrĂ¶ĂŸern und das Land beim Wachstumskurs unterstĂŒtzen. Dazu wird sie ihre Arbeit in drei zentralen Dimensionen neugestalten: in der inlĂ€ndischen Förderung, im AuslandsgeschĂ€ft sowie bei internen AblĂ€ufen der Bank. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels heute bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Frankfurt.

Wintels: "Der Auftrag der KfW liegt auch unter verÀnderten geopolitischen Rahmenbedingungen im Aufbruch: Wir werden alles tun, um "Made in Germany" zu einem echten Comeback zu verhelfen."

Zentrale Handlungsfelder sind Investitionen in eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Energie- und WĂ€rmeversorgung Deutschlands zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen, in das deutsche Innovationssystem und die WettbewerbsfĂ€higkeit von Mittelstand und Industrie sowie weltweit in verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen fĂŒr Export, Innovation und Wachstum.

Wintels: "Deutschland bietet viele Chancen und die KfW ist an der Seite all derer, die hier investieren. Wer als Investor jetzt nicht handelt, sollte das GefĂŒhl haben, dass er eine Chance verpasst."

Um ihre Kundinnen und Kunden hierbei noch schneller, unbĂŒrokratischer und wirkungsvoller zu unterstĂŒtzen, stellt die KfW die Förderung im In- und Ausland und auch "Inside KfW" neu auf. Ziel ist es, die Förderung noch stĂ€rker als bisher am jeweiligen Kundennutzen auszurichten.

Im InlandsgeschĂ€ft steht die Umsetzung des im Dezember 2025 gestarteten Deutschlandfonds im Zentrum der Neuausrichtung. " Mit dem Deutschlandfonds gibt es zum ersten Mal einen zentralen Rahmen, um in wesentlichen Zukunftsfeldern notwendige private Investitionen anzustoßen. Dies ist ein klarer Paradigmenwechsel vom 'linearen' Förder- und Finanzierungsangebot in einzelnen Sektoren zu einer langfristig stĂ€rker kapitalmarktnahen Finanzierung in wichtigen Zukunftsfeldern", sagte Stefan Wintels. Im Jahr 2026 werden weitere Instrumente des Deutschlandfonds starten: Erstens sind im laufenden Jahr erste Pilot-Transaktionen von Verbriefungen geplant, die durch Entlastung der Bankbilanzen von Kreditrisiken die Kreditvergabe an Mittelstand und Industrie unterstĂŒtzen. Zweitens legt die KfW fĂŒr Energieversorgungsunternehmen neue Förderkredite zur Sicherung und zum Ausbau einer klimaschutzgerechten Strom- und WĂ€rmeversorgung in Deutschland auf. Und drittens, werden Start-ups und Scale-ups profitieren von zusĂ€tzlichen Mitteln aus dem "Wachstums- und Innovationskapital ("Zukunftsfonds II"), vor allem fĂŒr Investments in DeepTech, BioTech, Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie zur Deckung bestehender Finanzierungsbedarfe im Mittelstand.

Die klassische KfW-Inlandsförderung stellt sich zudem bei den bankdurchgeleiteten wohnungswirtschaftlichen Produkten neu auf: Die KfW setzt im laufenden Jahr die im Koalitionsvertrag festgelegte BĂŒndelung aller entsprechenden Förderprodukte in zwei Basisprogramme um: eines fĂŒr den Neubau und eines fĂŒr Bestand/Modernisierung. Die neue Systematik wird ab dem kommenden Jahr Kundinnen und Kunden die KfW-Angebote zugĂ€nglicher machen und fĂŒr eine verlĂ€ssliche, planungssichere und attraktive Förderung sorgen. Bis zur Umsetzung können die bestehenden Förderprodukte genutzt werden.

Auf die tiefgreifenden globalen Herausforderungen und deren wirtschaftliche Folgen findet die KfW auch in ihrem internationalen GeschĂ€ft neue Antworten. FĂŒr das GeschĂ€ftsfeld KfW Entwicklungsbank ist mit dem Reformplan des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine noch stĂ€rkere Orientierung an deutschen und europĂ€ischen Interessen die Richtschnur. DafĂŒr wird geostrategische Infrastruktur gezielt gefördert und das Interesse der deutschen Wirtschaft an aufstrebenden AbsatzmĂ€rkten und einer resilienten Energie- und Rohstoffversorgung noch stĂ€rker berĂŒcksichtigt. Haushaltsmittel wird die KfW noch effizienter und insbesondere zur UnterstĂŒtzung sehr armer und fragiler LĂ€nder einsetzen. Gleichzeitig sollen Finanzierungen mit Kapitalmarktmitteln durch neue Partner und innovative Produkte wie Garantien ausgebaut sowie die eigene LeistungsfĂ€higkeit durch organisatorische VerĂ€nderungen, Prozessvereinfachungen und Digitalisierung erhöht werden. FĂŒr das KfW-Tochterunternehmen DEG , das private Unternehmen mit Finanzierungen in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern begleitet, ist in den kommenden Jahren ein deutlicher Ausbau der Neuzusagen aus Eigenmitteln und der bei weiteren Kapitalgebern mobilisierten Mittel geplant. Die KfW wird den Wachstumskurs unterstĂŒtzen und plant hierzu auch eine StĂ€rkung der Eigenkapitalausstattung. Beim Ausbau ihrer FördertĂ€tigkeit bleibt die DEG wie bisher auf ihrem Impact- und Klimakurs. Die KfW IPEX-Bank , die als kommerzielle Bank das GeschĂ€ftsfeld Export- und Projektfinanzierung im KfW-Konzern verantwortet, plant ihren erfolgreichen Kurs weiter fortzusetzen. Vor dem Hintergrund der aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Herausforderungen sowie der Dynamiken im Wettbewerbsumfeld fĂŒr kommerzielle Projekt- und Exportfinanzierer prĂŒft sie laufend weitere strategische Wachstumsfelder.

Stefan Wintels: "Wir investieren in Projekte weltweit und unterstĂŒtzen wirkungsvoll beim Ausbau von Infrastruktur, Klimaschutz oder Grundversorgung. Mit unserer Finanzkraft und unserer Expertise tragen wir bei zu verlĂ€sslichen Rahmenbedingungen fĂŒr Export, Innovation und Wachstum und helfen so bei der Sicherung von ArbeitsplĂ€tzen auch in Deutschland. Kurz gesagt: Unser internationales Engagement stĂ€rkt nicht nur Deutschlands Wirtschaftskraft, sondern leistet einen aktiven Beitrag fĂŒr Wohlstand, Sicherheit und nachhaltige Perspektiven - hierzulande und in unseren PartnerlĂ€ndern."

Ihrem Anspruch, durch eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Organisation und internen Prozesse schneller, effizienter und wirksamer zu werden, wird die KfW 2026 durch weitere Neuerungen gerecht. Dabei setzt sie insbesondere auf den Ausbau der Nutzung von kĂŒnstlicher Intelligenz (KI).

"Um das Potenzial von kĂŒnstlicher Intelligenz ĂŒber die Summe einzelner AnwendungsfĂ€lle hinaus fĂŒr die KfW zu heben, verankern wir KI als strategisches Thema im Bereich unserer Konzernstrategie", sagte KfW-Chef Stefan Wintels. "Ein interdisziplinĂ€r aufgestelltes Team wird dort den Rahmen fĂŒr KI-Ausbau und -Nutzung in der Gesamtbank setzen, konkrete Use-Cases anhand messbarer Parameter identifizieren sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fĂŒr den gewinnbringenden Einsatz von KI im Arbeitsalltag befĂ€higen. Die Einbindung von KI-Technologien wird mittelfristig auch fĂŒr Kundinnen und Kunden die Interaktion mit der KfW spĂŒrbar verbessern und vereinfachen."

Starkes NeugeschÀft des KfW-Konzerns 2025

Die KfW blickt auf ein starkes Jahr 2025 zurĂŒck: Ihr KerngeschĂ€ft in der inlĂ€ndischen Förderung mit Krediten und ZuschĂŒssen legte im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel auf 61,0 Milliarden Euro deutlich zu (2024: 45,8 Milliarden Euro). Dabei entwickelten sich alle Segmente sehr positiv: die Förderung fĂŒr Mittelstand und GrĂŒnder (23,5 Milliarden Euro / 2024: 13,4 Milliarden Euro), fĂŒr private Kunden (25,5 Milliarden Euro / 2024: 22,4 Milliarden Euro) sowie fĂŒr öffentliche Kunden und Individualfinanzierungen (11,2 Milliarden Euro / 2024: 8,4 Milliarden Euro).

Unter Einbezug von GeschĂ€ften im direkten Auftrag des Bundes (ZuweisungsgeschĂ€fte) kam das gesamte Volumen der KfW-Inlandsförderung im abgelaufenen Jahr auf 62,0 Milliarden Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert (2024: 79,0 Milliarden Euro). Im Vorjahr hatten ZuweisungsgeschĂ€fte in Höhe von insgesamt 33,2 Milliarden Euro, etwa zur Sicherung der Energieversorgung oder fĂŒr Investitionen in die Energieinfrastruktur, das inlĂ€ndische NeugeschĂ€ftsvolumen erheblich nach oben getrieben.

Diesen Sondereffekt spiegelt auch die Zahl fĂŒr das gesamte NeugeschĂ€ft des KfW-Konzerns wider, das im vergangenen Jahr ein Volumen von 98,0 Milliarden Euro erreichte (2024: 112,8 Milliarden Euro). Das konzernweite KerngeschĂ€ft ohne ZuweisungsgeschĂ€fte legte deutlich zu auf 96,9 Milliarden Euro (2024: 79,6 Milliarden Euro).

KfW Capital als KfW-Tochterunternehmen fĂŒr Investments in deutsche und europĂ€ische Venture-Capital- und Venture-Debt-Fonds sagte im vergangenen Jahr rund 750 Millionen Euro zu (2024: 1,6 Milliarden Euro). Der RĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus Einmal-Zusagen fĂŒr zwei FazilitĂ€ten in Höhe von insgesamt 930 Millionen Euro, die im Jahr 2024 im Rahmen des Zukunftsfonds treuhĂ€nderisch fĂŒr den Bund getĂ€tigt worden waren.

Die internationalen Einheiten KfW IPEX-Bank, DEG und KfW Entwicklungsbank verzeichneten 2025 ein NeugeschÀft auf hohem Niveau.

Die Förderung der Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder insgesamt erreichte ein Zusagevolumen in Höhe von 12,3 Milliarden Euro (2024: 10,3 Milliarden Euro). Auf das GeschĂ€ftsfeld KfW Entwicklungsbank entfielen 10,0 Milliarden Euro (2024: 7,8 Milliarden Euro). Das KfW-Tochterunternehmen DEG setzte fĂŒr Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern unter global fordernden Bedingungen 2,4 Milliarden Euro aus Eigenmitteln ein (2024: 2,5 Milliarden Euro). Ihre Zusagen im deutschen GeschĂ€ft erreichten mit rund 822 Millionen Euro einen neuen Höchstwert. Die Export- und Projektfinanzierungen der KfW IPEX-Bank beliefen sich wie in den beiden Vorjahren auf rund 24 Milliarden Euro.

Im GeschÀftsjahr 2025 refinanzierte die KfW ihre GeschÀftstÀtigkeit mit umgerechnet 71,0 Milliarden Euro an den internationalen KapitalmÀrkten (2024: 78,1 Milliarden Euro).

Das KfW-Jahr 2025 im Detail

InlÀndische Förderung

Das KerngeschĂ€ft der KfW-Inlandsförderung legte mit 61,0 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (2024: 45,8 Milliarden Euro). Das gesamte inlĂ€ndische FörderneugeschĂ€ft lag mit insgesamt 62,0 Milliarden Euro zwar unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 79,0 Milliarden Euro), maßgeblich fĂŒr das hohe Vorjahresergebnis waren jedoch Sondereffekte aus ZuweisungsgeschĂ€ften des Bundes (2024: 33,2 Milliarden Euro). Mit 1,1 Milliarden Euro hatten Zuweisungen 2025 nur noch eine nachrangige Bedeutung.

GeschÀftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden

Im GeschĂ€ftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden lag das Fördervolumen zum 31.12.2025 mit 49,1 Milliarden Euro deutlich ĂŒber dem Niveau des Vorjahres (2024: 35,8 Milliarden Euro).

Das Segment Mittelstandsbank verzeichnete dabei eine besonders erfreuliche Entwicklung. Mit 23,5 Milliarden Euro hat sich das Neuzusagevolumen gegenĂŒber dem Vorjahr (2024: 13,4 Milliarden Euro) fast verdoppelt, wobei sich alle Förderschwerpunkte positiv entwickelt haben:

FĂŒr GrĂŒndung und Unternehmensinvestition wurden 7,0 Milliarden Euro zugesagt (2024: 6,5 Milliarden Euro). Der Großteil entfiel hier auf den ERP-Förderkredit KMU (2024: 6,2 Milliarden Euro), der kleinen und mittleren Unternehmen gĂŒnstige Konditionen fĂŒr die allgemeine Unternehmensfinanzierung bietet. Dies ist angesichts der insgesamt eher verhaltenen Kreditnachfrage mittelstĂ€ndischer Unternehmen ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Auch die Nachfrage nach Innovationsfinanzierungen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Das Neuzusagevolumen war mit 2,7 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie im Jahr 2024 (2024: 1,5 Milliarden Euro). Das zur Mitte des vergangenen Jahres neu aufgestellte Produktangebot in der Innovations-/ Digitalisierungsförderung, das jetzt neben einer niederschwelligen Förderung fĂŒr kleinere Unternehmen gestaffelte FörderintensitĂ€ten bietet, hat hierzu positiv beigetragen. Mit dem Produkt wird besonders stark der Einsatz und die Entwicklung von Zukunftstechnologien gefördert.

Sehr positiv entwickelte sich die Förderungen im Bereich Klimawandel und Umwelt der Mittelstandsbank, die Investitionen in den gewerblichen Umweltschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien unterstĂŒtzen und so die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Industrie stĂ€rken. Das Fördervolumen stieg auf 13,8 Milliarden Euro und ĂŒbertraf damit das Vorjahresergebnis sehr deutlich (2024: 5,4 Milliarden Euro). Verantwortlich dafĂŒr war insbesondere das Programm "Erneuerbare Energien - Standard", in dem 9,2 Milliarden Euro zugesagt wurden (2024: 7 Millionen Euro). Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkene EU-Referenzzins ermöglichte wieder eine attraktivere Konditionengestaltung.

Segment Private Kunden

Mit einem Fördervolumen in Höhe von 25,5 Milliarden Euro ĂŒbertraf das Segment Private Kunden das bereits gute Vorjahresergebnis nochmals (2024: 22,4 Milliarden Euro).

Der Hauptanteil entfiel mit 17,7 Milliarden Euro auf den Förderschwerpunkt Energieeffizienz und erneuerbare Energien (2024: 14,4 Milliarden Euro). Besonders im vierten Quartal zog die Nachfrage in den Förderprogrammen "Klimafreundlicher Neubau" und "Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG)" an. Zu den BEG-Produkten zĂ€hlt auch die Heizungsförderung, in der die KfW allein fĂŒr private Antragsteller 2025 rund 375.000 AntrĂ€ge ĂŒber 5,2 Milliarden Euro zugesagt hat. Einen erfreulichen Beitrag leistete auch die am 16. Dezember 2025 wiederaufgenommene, befristete Förderung des "Effizienzhaus 55"-Standards fĂŒr Neubauten, die den Abbau des BauĂŒberhangs adressiert. Bis zum Jahresende wurde bereits die Errichtung von ĂŒber 14.000 Wohneinheiten mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert.

Der Bereich Wohnen und Leben lag mit 6,2 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 6,4 Milliarden Euro). Haupttreiber war hier auch 2025 das "KfW-Wohneigentumsprogramm" mit 5,1 Milliarden Euro (2024: 5,3 Milliarden Euro).

Die Zusagen in den Förderprodukten fĂŒr Bildung lagen mit 1,6 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau (2024: 1,6 Milliarden Euro).

GeschĂ€ftsfeld Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Das GeschĂ€ftsfeld Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden erzielte ein Zusagevolumen von 12,2 Milliarden Euro (2024: 41,6 Milliarden Euro). Sondereffekte aus ZuweisungsgeschĂ€ften des Bundes waren im vergangenen Jahr mit 1,1 Milliarden Euro nur noch von nachrangiger Bedeutung (2024: 33,2 Milliarden Euro). Im KerngeschĂ€ft stieg das Zusagevolumen des GeschĂ€ftsfelds hingegen auf sehr starke 11,2 Milliarden Euro (2024: 8,4 Milliarden Euro)

Individualfinanzierung: Unternehmen

Die Individualfinanzierung Unternehmen konnte Zusagen in Höhe von insgesamt 433 Millionen Euro verzeichnen, gegenĂŒber einem Wert von 33,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Hinter dem extrem hohen Vorjahreswert stehen einmalige ZuweisungsgeschĂ€fte des Bundes insbesondere fĂŒr die Finanzierung des Amortisationskontos Wasserstoff. Im Jahr 2025 konnten knapp 200 Millionen Euro im Venture Tech Growth Financing realisiert werden. Hinzu kamen Konsortialkredite ĂŒber rund 200 Millionen Euro fĂŒr Projekte zur nachhaltigen Transformation.

Kommunale und Soziale Infrastruktur

Mit einem Wert von 7,8 Milliarden Euro steigerten sich die Zusagen fĂŒr Kommunale und Soziale Infrastruktur gegenĂŒber dem Vorjahr deutlich (2024: 4,6 Milliarden Euro). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus der guten Nachfrage in den Investitionskrediten fĂŒr Kommunen und kommunale Unternehmen sowie hohen Zusagen in den Programmen zur Förderung nachhaltiger MobilitĂ€t. Allein letztere machten 1,4 Milliarden Euro aus. Ebenfalls im GeschĂ€ftsvolumen enthaltene und seit 2022 noch laufende Auszahlungen der Soforthilfe/Preisbremse Gas und WĂ€rme beliefen sich auf 1,1 Milliarden Euro (2024: 0,7 Milliarden Euro).

Individualfinanzierung: Banken und Landesförderinstitute

Die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute ĂŒbertraf mit einem GeschĂ€ftsvolumen von knapp 4,0 Milliarden Euro den Vorjahreswert leicht (2024: 3,9 Milliarden Euro). Es zeigte sich mit rund 2,5 Milliarden Euro Zusagen eine wieder hohe Nachfrage der Landesförderinstitute nach allgemeiner Refinanzierung. Hinzu kam eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Globaldarlehen fĂŒr Leasinginvestitionen, die sich auf Zusagen in Höhe von insgesamt 1,0 Milliarden Euro summierten.

GeschÀftsfeld KfW Capital

Die Zusagen im GeschĂ€ftsfeld KfW Capital beliefen sich auf rund 750 Millionen Euro (2024: 1,6 Milliarden Euro). Der RĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen auf Einmal-Zusagen fĂŒr zwei FazilitĂ€ten, die 2024 im Rahmen des Zukunftsfonds treuhĂ€nderisch fĂŒr den Bund getĂ€tigt wurden: dem HTGF Opportunity Fonds (500 Millionen Euro) und dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF, 430 Millionen Euro).

2025 wurden ĂŒber die von KfW Capital durchgefĂŒhrten Programme 383 Millionen Euro an 20 Venture-Capital-Fonds zur Finanzierung von Start-ups und jungen innovativen Unternehmen in Deutschland zugesagt (2024: 381 Millionen Euro an 21 Fonds). Außerdem wurde ĂŒber das im Rahmen des Deutschlandfonds verkĂŒndete Programm "Scale-up Direct" bereits noch im vergangenen Dezember eine erste Zusage gegeben.

Im Rahmen des Deutschlandfonds der Bundesregierung werden auch Start-ups und Scale-ups ĂŒber KfW Capital gezielt adressiert; so stehen fĂŒr VC-Fondsinvestments insbesondere in den wichtigen Bereichen DeepTech, KĂŒnstliche Intelligenz, BioTech, ClimateTech, Defense und weiteren Sektoren rund zwei Milliarden Euro zur VerfĂŒgung. FĂŒr direkte Co-Investments ("Scale-up Direct") steht zusĂ€tzlich neu eine Milliarde Euro bereit und fĂŒr Fonds, die sogenannte First-of-a-kind-Investments finanzieren, stehen weitere 300 Millionen Euro zur VerfĂŒgung.

Insgesamt ist der 2018 in den Markt getretene VC-Fondsinvestor bereits in mehr als 150 Venture-Capital-Fonds mit einem Volumen von rund 2,9 Milliarden Euro investiert und hat indirekt ĂŒber die Venture-Capital-Fonds bereits ĂŒber 2.900 Start-ups mitfinanziert. Im Durchschnitt finanzierten die VC-Fonds das rund 4,8fache des von KfW Capital eingebrachten Kapitals in Start-ups und innovative Unternehmen in Deutschland.

KfW Capital ist zudem fĂŒr den Wachstumsfonds Deutschland (Dachfonds, Fondsvolumen: rund 1 Milliarde Euro) als Anlageberater aktiv. Bis zum Jahresende sagte der Dachfonds bereits rund 850 Millionen Euro an 42 VC-Zielfonds zu und ist damit zu mehr als vier FĂŒnftel ausinvestiert.

GeschÀftsfeld Export- und Projektfinanzierung - KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank , die das GeschĂ€ftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europĂ€ischer Unternehmen auf den globalen MĂ€rkten bereitstellt, ĂŒbertraf mit einem Neuzusagevolumen von 24,2 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (2024: 23,9 Milliarden Euro). Mit ihren Finanzierungen hat die KfW IPEX-Bank - hĂ€ufig im Konsortium mit Partnerbanken und institutionellen Investoren - erneut einen maßgeblichen Beitrag zur UnterstĂŒtzung der deutschen und europĂ€ischen Wirtschaft geleistet.

In einem anhaltend durch Verwerfungen geprĂ€gten Marktumfeld war hierfĂŒr vor allem eine ausgezeichnete Leistung ĂŒber alle GeschĂ€ftsbereiche verantwortlich, insbesondere in den beiden Sektoren "Energy" und "Mobility", die Zusagen in Höhe von jeweils 6,7 Milliarden Euro verzeichneten. HauptsĂ€chliche NeugeschĂ€ftstreiber waren Großprojekte der Energie- und MobilitĂ€tswende sowie zur VerstĂ€rkung der Energieinfrastruktur und Sicherung der Rohstoffversorgung in Deutschland.

Mit Finanzierungen fĂŒr Projekte wie dem Aufbau des Wasserstoffkernnetzes in Deutschland, dem grĂ¶ĂŸten FernwĂ€rmenetz Europas in Berlin, dem Duisburger Hafen, sowie Ladeinfrastruktur fĂŒr Elektrofahrzeuge in Deutschland und Europa und neuer HochgeschwindigkeitszĂŒge fĂŒr den Fernverkehr der deutschen Bahn unterstrich die KfW IPEX-Bank ihr Engagement fĂŒr die StĂ€rkung von Wirtschaft und Infrastruktur in Deutschland und Europa. Mit Finanzierungen fĂŒr On- und Offshore-Windparks sowie Solarprojekte und Batteriespeicher von insgesamt 3,3 Milliarden Euro trug sie zur globalen Energiewende bei.

Förderung Entwicklungs- und SchwellenlÀnder

Die Zusagen in der Förderung der Entwicklungs- und SchwellenlÀnder insgesamt erreichten ein Volumen in Höhe von 12,3 Milliarden Euro (2024: 10,3 Milliarden Euro).

Das GeschĂ€ftsfeld KfW Entwicklungsbank steigerte die Zusagen auf 10,0 Milliarden Euro (2024: 7,8 Milliarden Euro). Weniger als ein Drittel der Zusagen im Jahr 2025 - nĂ€mlich 2,8Milliarden Euro - stammten aus dem Bundeshaushalt, vor allem aus dem des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der ĂŒberwiegende Anteil, nĂ€mlich 6,5 Milliarden Euro, waren KfW-Mittel. Diese nimmt die KfW ĂŒber den Kapitalmarkt auf und vergibt sie als rĂŒckzahlbare Kredite an Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder.

Trotz anhaltender globaler Krisen engagiert sich die Finanzielle Zusammenarbeit weiter fĂŒr die Förderung der nachhaltigen Transformation. Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz förderte die KfW Entwicklungsbank im Jahr 2025 mit 6,6 Milliarden Euro, dies entspricht einem Anteil von 68 Prozent an den gesamten Neuzusagen. Im Bereich MobilitĂ€t gab es hohe Einzelzusagen fĂŒr Projekte in Indien, Indonesien, Zentralamerika, Brasilien und Marokko - ĂŒberwiegend KfW-Mittel. In Infrastrukturprojekten liegt ein großes Potenzial fĂŒr deutsche und europĂ€ische Unternehmen, die als Lieferer und Dienstleister gefragt sind.

Der GeschĂ€ftsbereich KfW Entwicklungsbank hat 2025 eine umfassende Neuaufstellung in die Wege geleitet, um auch in Zeiten rĂŒcklĂ€ufiger Haushaltsmittel Antworten auf die geopolitischen Herausforderungen geben zu können. Auf dieser Grundlage wird die KfW das Bundesministerium fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei der Umsetzung seines im Januar vorgestellten Reformplans unterstĂŒtzen.

Darlehen und Beteiligungen fĂŒr unternehmerische Investitionen bereitzustellen und zu mobilisieren, stand auch im Jahr 2025 im Fokus der TĂ€tigkeit des KfW-Tochterunternehmens DEG . 2,4 Milliarden Euro stellte die DEG fĂŒr Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern aus eigenen Mitteln bereit (2,5 Milliarden Euro). Hinzu kamen Mittel, die bei privaten, institutionellen und öffentlichen Kapitalgebern mobilisiert wurden. 1,2 Milliarden Euro der neu zugesagten Mittel waren fĂŒr Vorhaben bestimmt, die den Klima- und Umweltschutz fördern.

Die Zusagen im deutschen GeschĂ€ft der DEG erreichten 2025 mit rund 822 Millionen Euro einen neuen Höchstwert, ein Plus von 32 Prozent gegenĂŒber 2024. Damit bleibt die DEG ein wichtiger Partner fĂŒr den deutschen Mittelstand bei Investitionen in Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern. Dies umfasst auch Finanzierungen fĂŒr lokale Unternehmen, die etwa deutsche Anlagen erwerben. Die Zusagen enthalten außerdem 86 Millionen Euro öffentliche Mittel aus Programmen wie ImpactConnect.

Die regionale Aufteilung der Finanzierungszusagen (Eigenmittel) unterstreicht die Nachfrage sowie die Reichweite der DEG: An Unternehmen in Lateinamerika gingen 808 Millionen Euro, danach folgen Afrika mit 592 Millionen Euro, Asien mit 451 Millionen Euro, Europa/Kaukasus mit 409 Millionen Euro und 89 Millionen Euro fĂŒr ĂŒberregionale Vorhaben.

GeschÀftsfeld FinanzmÀrkte

Im GeschĂ€ftsjahr 2025 refinanzierte die KfW ihr FördergeschĂ€ft mit umgerechnet 71,0 Milliarden Euro an den internationalen KapitalmĂ€rkten (2024: 78,1 Milliarden Euro) in zehn verschiedenen WĂ€hrungen. Dabei lag der Schwerpunkt auf Euro-Anleihen, die rund 58 Prozent der gesamten Kapitalmarktrefinanzierung ausmachten (2024: 62 Prozent). Der Anteil der US-Dollar-Refinanzierung betrug etwa 24 Prozent (2024: 25 Prozent). Die KfW emittierte grĂŒne Anleihen mit einem Nettoerlös von rund 14,0 Milliarden Euro in acht WĂ€hrungen - das zweithöchste jĂ€hrliche Volumen seit 2014. Das kumulierte Emissionsvolumen der seit 2014 ausgegebenen "Green Bonds - Made by KfW" erreichte zum Jahresende 2025 rund 97 Milliarden Euro.

Zur Refinanzierung ihres FördergeschÀfts plant die KfW im GeschÀftsjahr 2026 eine Mittelaufnahme an den internationalen KapitalmÀrkten von insgesamt 75 bis 80 Milliarden Euro. Davon sollen bis zu rund 15 Milliarden Euro durch "Green Bonds - Made by KfW" erlöst werden. Bis Ende Januar 2026 hat die KfW bereits 18,5 Milliarden Euro an den internationalen KapitalmÀrkten aufgenommen.

Die KfW treibt als Emittentin und Investorin die Entwicklung des digitalen Finanzmarkts voran. Nach ersten digitalen Anleiheemissionen in den Jahren 2022 bis 2024 erfolgten 2025 erstmals drei Investments in DLT (Distributed Ledger Technology)-basierte Wertpapiere sowie zwei Emissionen mit digitalem Zentralbankgeld in Schweizer Franken. Mit ihrer UnterstĂŒtzung der europĂ€ischen Regulated Layer One (RL1)-Initiative fördert die KfW den Aufbau einer offenen und interoperablen Blockchain-Infrastruktur zur StĂ€rkung der digitalen SouverĂ€nitĂ€t Europas. FĂŒr 2026 plant die KfW die Emission ihrer dritten DLT-Anleihe mit Fokus auf Zahlungsabwicklung (Pontes-Lösung der EZB), InteroperabilitĂ€t und StĂ€rkung der DLT-Robustheit. Außerdem sollen Digitalisierungs- und Automatisierungspotenziale im gesamten Lebenszyklus von Wertpapieren untersucht werden, etwa durch den Einsatz von Smart Contracts. Die gewonnenen Erkenntnisse werden - analog zum 2025 gemeinsam mit KPMG und vielen Projektpartnern veröffentlichten Marktreifepapier zum DLT-basierten Kapitalmarkt - breit mit dem Markt geteilt, um ein skalierbares DLT-Ökosystem zu fördern.

Alle Unterlagen zur Jahresauftakt-Pressekonferenz der KfW inklusive Foto- und Grafikmaterial zur redaktionellen Verwertung finden Sie unter: Digitale Pressemappe zu Jahresauftakt-Pressekonferenz 2026 | KfW (https://www.kfw.de/s/dekB9DGl)

WeiterfĂŒhrende Informationen zu den Förderzahlen der KfW finden Sie unter

Berichtsportal | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Berichtsportal/Berichtsportal.html)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Christine Volk, Tel. +49 69 7431-3867 E-Mail: mailto:christine.volk@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

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