Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. / KfW-Studie: Jeder ...
06.02.2026 - 11:32:21Nach einer aktuellen Studie von KfW Research realisierten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Jahr 2024 Investitionen in Höhe von 61 Milliarden Euro ĂŒber Leasing. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Investitionsvolumens. Dieser Anteil ist seit 2021 weitgehend stabil.
Vor allem gröĂere mittelstĂ€ndische Unternehmen greifen auf Leasing zurĂŒck. Laut KfW Research nutzen 55 Prozent der Unternehmen mit mindestens 50 BeschĂ€ftigten diese Finanzierungsform. Bei Kleinstunternehmen liegt der Anteil niedriger. Im Durchschnitt greifen 18 Prozent der KMU auf Leasing zurĂŒck. Zum Vergleich: 28 Prozent der Unternehmen finanzieren Investitionen ĂŒber Bankkredite, dies entspricht 32 Prozent des Investitionsvolumens. Fördermittel machten 13 Prozent des Volumens aus.
Aus Sicht der Leasing-Branche wird Leasing zunehmend nicht nur zur Finanzierung, sondern zur strategischen Steuerung von Investitionen und LiquiditĂ€t eingesetzt. "Gerade in wirtschaftlich unsicheren Phasen ermögliche es Unternehmen, Investitionen planbar umzusetzen", erklĂ€rt Dr. Claudia Conen, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).
Leasing senkt EinstiegshĂŒrden bei der Transformation
Im Zuge der wirtschaftlichen Transformation gewinnt Leasing auch nach EinschĂ€tzung der Experten von KfW Research weiter an Bedeutung. Mehr als die HĂ€lfte der neu zugelassenen Elektro-Pkw wird inzwischen geleast. Damit leiste Leasing einen bedeutenden Beitrag zum Markthochlauf der ElektromobilitĂ€t, heiĂt es in der Studie.
"Auch bei Investitionen in Ladeinfrastruktur und regenerative Energieanlagen greift der Mittelstand vermehrt auf Leasing zurĂŒck. Das Leasing-NeugeschĂ€ft mit Erneuerbaren stieg 2024 um 23 Prozent", ergĂ€nzt Dr. Conen. Leasing könne hier helfen, Investitionsrisiken bei neuer Technologie zu begrenzen.
Daten aus der reprĂ€sentativen BDL-Marktstudie "Leasing in Deutschland 2025" zeigen, dass Transformationsinvestitionen im Mittelstand meist ĂŒber mehrere Finanzierungsquellen abgesichert werden. HĂ€ufig werden laufender Cashflow und Leasing kombiniert. Klassische Bankkredite spielen bei innovativen und risikobehafteten Projekten eine geringere Rolle. Auch im Handwerk, das traditionell zurĂŒckhaltender bei Fremdfinanzierungen ist, setzt rund jeder fĂŒnfte Betrieb bei nachhaltigen Investitionen auf Leasing, wie eine aktuelle Befragung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zeigt.
LiquiditÀt und Planungssicherheit im Fokus
Die BDL-Studie zeigt, welche Faktoren die Nutzung von Leasing im Mittelstand beeinflussen. Seit der Corona-Pandemie haben sich die PrioritĂ€ten vieler Unternehmen verschoben. 65 Prozent der Unternehmen gaben an, heute stĂ€rker auf ihre LiquiditĂ€t zu achten als vor der Krise. Finanzierungsangebote werden kritischer geprĂŒft.
FĂŒr viele MittelstĂ€ndler ist Leasing weniger Wachstumshebel als Voraussetzung, um Investitionen ĂŒberhaupt realisieren zu können. 81 Prozent sehen Leasing als wichtiges Instrument, um trotz begrenzter finanzieller SpielrĂ€ume investieren zu können. 77 Prozent verbinden Leasing mit der Sicherung ihrer WettbewerbsfĂ€higkeit.
ErgÀnzende Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung
Als wichtigste Motive fĂŒr Leasing nennen Unternehmen die laufende Erneuerung der technischen Betriebsausstattung, kalkulierbare Kosten und die Schonung der LiquiditĂ€t. Hinzu kommt der Wunsch nach individuell zugeschnittenen Finanzierungslösungen.
Angesichts knapper personeller Ressourcen gewinnen Leasing-Lösungen mit zusĂ€tzlichen Servicebausteinen an Bedeutung. Leistungen wie Wartung, Reparatur oder Schadensmanagement entlasten Unternehmen organisatorisch. 58 Prozent der befragten mittelstĂ€ndischen Unternehmen geben an, dadurch personelle FreirĂ€ume zu gewinnen. FĂŒr 65 Prozent sind solche Services sogar ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer Leasing-Finanzierung.
Leasing als Stabilisierungsinstrument
"Leasing kann Unsicherheit abfedern, aber keine grundsĂ€tzliche InvestitionszurĂŒckhaltung auflösen", sagt Conen. Die konstante Leasing-Quote bei KMU sei daher ein Spiegel der vorsichtigen Haltung des Mittelstands. "Damit der Mittelstand wieder stĂ€rker investiert, braucht es vor allem verlĂ€ssliche und praktikable Rahmenbedingungen. Weniger BĂŒrokratie, wettbewerbsfĂ€hige Unternehmenssteuern und Planungssicherheit bleiben entscheidend."
Die Leasing-Branche hat 2024 Leasing- und Mietkauf-Investitionen in Höhe von 80,4 Milliarden Euro fĂŒr ihre mittelstĂ€ndischen Kunden finanziert. Investiert wurde in Pkw und Nutzfahrzeuge, FahrrĂ€der, Maschinen, IT-Equipment, Infrastruktur, erneuerbare Energieanlagen sowie andere WirtschaftsgĂŒter.
Link zur KfW-Research-Studie (https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthem en/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2026/Fokus-Nr.-532-Februar -2026-Leasing.pdf)
Link zur BDL-Studie "Leasing in Deutschland 2025" (https://jahresbericht.leasing verband.de/leasing-markt-und-umfeld/repraesentative-unternehmensbefragung/)
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BDL Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen Heike Schur, Presse- und Ăffentlichkeitsarbeit Tel. 030/20 63 370, mailto:schur@leasingverband.de http://www.leasingverband.de
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