Arbeitsplatz, Stress

KI am Arbeitsplatz erhöht Stress statt ihn zu reduzieren

12.02.2026 - 04:10:12

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz oft zu mehr Druck führt. Unternehmen müssen Regeln für den Einsatz etablieren, um die psychische Gesundheit zu schützen.

Eine neue Studie zeigt: Künstliche Intelligenz im Job kann den psychischen Druck auf Mitarbeiter deutlich steigern. Statt zu entlasten, führt KI oft zu mehr Aufgaben und verschwommenen Grenzen zwischen Arbeit und Erholung. Diese paradoxe Entwicklung trifft auf eine ohnehin gestresste Belegschaft – fast die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland fühlt sich häufig überlastet.

Die Illusion der Entlastung

Die Autoren der Studie warnen vor einer schleichenden Mehrarbeit. Mitarbeiter nutzen KI-Tools, um parallel mehrere Prozesse anzustoßen und zu überwachen. Das erhöht die kognitive Gesamtlast. Was anfangs wie ein Produktivitätsschub wirkt, kann langfristig in Überlastung und Burnout umschlagen. Dieser technologisch induzierte Stress kommt zu den altbekannten Treibern wie Perfektionismus und Zeitdruck noch hinzu.

Der Körper im Daueralarm

Chronischer Stress hält den Körper permanent in Alarmbereitschaft. Stresshormone wie Cortisol werden kontinuierlich ausgeschüttet, was Blutdruck und Puls in die Höhe treibt. Neue Forschungsergebnisse zeigen zudem: Psychischer Stress kann die Darmbarriere schwächen und so Entzündungen fördern, die Depressionen begünstigen. Die Folge? Die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Leiden hat einen Höchststand erreicht.

Neue Wege für mehr psychische Gesundheit

Als Reaktion auf die Krise entstehen innovative Ansätze. Die Hochschule München gab diese Woche bekannt, ein „Mental Health First Aid“-Netzwerk für Studierende aufzubauen. Ziel ist niedrigschwellige Hilfe und Entstigmatisierung. Gleichzeitig rücken einfache, wissenschaftlich fundierte Strategien in den Fokus:
* Körperkontakt: Ausreichend lange Umarmungen können nachweislich Stresshormone senken.
* Unkonventionelle Hobbys: Eine Studie legt nahe, dass Vogelbeobachtung das Burnout-Risiko effektiver mindern kann als manche traditionelle Entspannungstechnik – weil sie zu staunen einlädt, ohne Leistungsdruck.

Was Unternehmen jetzt tun müssen

Die Studienergebnisse erfordern ein Umdenken. Die Autoren fordern, dass Firmen klare Regeln für den KI-Einsatz etablieren – und die Regulierung nicht allein den Mitarbeitern überlassen. Die Zukunft der Arbeit wird nicht nur von Produktivitätssteigerung durch Technologie abhängen, sondern auch von einem Arbeitsumfeld, das die psychische Gesundheit aktiv schützt.

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