KI-Betrüger, Deutschland

KI-Betrüger überrollen Deutschland mit geklonten Stimmen

11.02.2026 - 21:22:12

Das BSI warnt vor einer drastischen Zunahme von KI-gestützten Phishing-Anrufen und Betrugs-SMS. Kriminelle nutzen Voice Cloning für täuschend echte Anrufe, was die Abwehr extrem erschwert.

Eine neue Welle von KI-gestützten Phishing-Anrufen und Betrugs-SMS überrollt Deutschland. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherzentralen warnen aktuell vor der drastisch steigenden Gefahr. Kriminelle nutzen modernste Technologien wie Voice Cloning, um ihre Opfer mit täuschend echten Stimmen zu täuschen.

Die Angreifer kombinieren Social-Engineering-Taktiken mit leicht zugänglichen KI-Werkzeugen. Sie schaffen so personalisierte Betrugsszenarien, die kaum noch von echten Kontakten zu unterscheiden sind. Experten gehen davon aus, dass das Jahr 2026 von einer weiteren Zunahme dieser Angriffe geprägt sein wird.

Die neue Waffe: KI-klont vertraute Stimmen

Besonders besorgniserregend ist die Methode des „Voice Cloning“. Kriminelle benötigen oft nur kurze Audio-Schnipsel aus sozialen Medien, um ein überzeugendes Stimmimitat zu erzeugen. Diese geklonten Stimmen setzen sie in sogenannten „Vishing“-Anrufen (Voice Phishing) ein.

Stellt sich ein Anrufer mit der geklonten Stimme eines Verwandten in Not vor, ist die Täuschung kaum zu durchschauen. Gleichzeitig nutzen die Täter Informationen aus früheren Datenlecks, um ihre Opfer mit korrektem Namen anzusprechen. Diese Kombination aus technischer Raffinesse und psychologischer Manipulation macht die Abwehr extrem schwierig.

Diese Betrugsmaschen sind aktuell im Umlauf

Die Methoden der Angreifer sind vielfältig und passen sich schnell an:

  • „Smishing“ (SMS-Phishing): Gefälschte SMS im Namen von Paketdiensten behaupten eine fehlgeschlagene Zustellung. Ein Link soll angeblich zu neuen Terminen führen, landet aber auf Phishing-Seiten für Daten- oder Kreditkartenabgriffe.
  • Falsche Bank- oder Behördenanrufe: Betrüger geben sich als Polizisten oder Europol-Mitarbeiter aus. Sie behaupten, das Geld des Opfers sei in Gefahr, und drängen unter diesem Vorwand zu Überweisungen auf „sichere Konten“.
  • Anrufe im Namen von Verbraucherzentralen: Echte Verbraucherzentralen rufen niemals unaufgefordert an. Diese Anrufe dienen allein dem Datenabgriff.

Warum die Angriffe immer schwerer zu stoppen sind

Die Zunahme ist ein gesellschaftliches Problem. Analysen zeigen: 2025 war das bisher aktivste Jahr für Telefonspam in Deutschland – der Trend für 2026 zeigt weiter nach oben.

Die Ursache liegt in der leichten Verfügbarkeit von KI-Technologien und der riesigen Menge online zugänglicher persönlicher Daten. Die Täter agieren oft aus dem Ausland, was die Strafverfolgung erschwert. Zwar schaltete die Bundesnetzagentur 2025 tausende missbräuchliche Rufnummern ab, doch die Kriminellen finden immer neue Wege.

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So können Sie sich schützen

Angesichts der rasanten Entwicklung wird der Kampf gegen mobilen Betrug eine Daueraufgabe bleiben. Für Verbraucher rückt die Prävention in den Vordergrund:

  • Aktivieren Sie Spam-Filter auf Ihrem Smartphone.
  • Seien Sie bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten grundsätzlich misstrauisch.
  • Geben Sie niemals unter Druck persönliche Daten preis oder führen Sie finanzielle Transaktionen durch.
  • Netzbetreiber haben Warnsysteme eingeführt. Achten Sie auf Hinweise zu verdächtigen Nummern auf dem Display.

Langfristig wird eine Kombination aus technologischer Aufrüstung, konsequenter Strafverfolgung und breiter Aufklärung entscheidend sein, um der Bedrohung zu begegnen.

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