KI-Betrug, Schwindelerregender

KI-Betrug: Schwindelerregender Anstieg um über 1.200 Prozent

12.02.2026 - 04:39:12

KI-gestützte Betrugsangriffe verursachten 2025 einen Schadensanstieg von über 1.200 Prozent und überholten erstmals traditionelle Methoden. Verbraucherverluste erreichen neue Höchststände.

KI-gesteuerte Betrugsangriffe auf US-Kunden sind im vergangenen Jahr um schockierende 1.210 Prozent explodiert. Das zeigt ein aktueller Bericht des Betrugserkennungsunternehmens Pindrop. Die dadurch verursachten Gesamtschäden belaufen sich auf schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar. Diese Entwicklung markiert eine Zeitenwende: KI-gestützter Betrug überholt erstmals traditionelle Methoden und schafft eine gefährlichere Lage für Verbraucher und Unternehmen weltweit.

KI als perfektes Werkzeug für Kriminelle

Generative KI und Deepfake-Technologien ermöglichen Betrügern Angriffe in nie dagewesenem Umfang und mit beängstigender Präzision. Der Pindrop-Report zeigt, dass Betrug 2025 von einem manuellen Handwerk zu einer vollautomatisierten „Lieferkette“ mutiert ist. Kriminelle nutzen KI, um Betrugsmaschen schneller, billiger und für den Durchschnittsverbraucher kaum noch erkennbar zu produzieren. Massenhaft generierte synthetische Identitäten, die legitim aussehen und klingen, zielen auf sensible Transaktionspunkte wie Callcenter, dringende Zahlungsaufforderungen oder die Imitation von Führungskräften.

Besonders hart trifft es den Einzelhandel. Hier automatisieren Bots Betrugsmaschen im großen Stil, etwa durch gefälschte Rückerstattungsanträge. Sie zielen gezielt auf kleine Beträge ab, die weniger Verdacht erregen, und saugen so über die Zeit kontinuierlich Geld ab. Fast drei Viertel der US-Unternehmen melden einen Anstieg von KI-gestützten Betrugsversuchen im vergangenen Jahr.

Emotionale Erpressung: Liebesbetrug verursacht Millionenschäden

Parallel zur technischen Aufrüstung setzen Kriminelle weiterhin auf die Ausbeutung menschlicher Gefühle – mit verheerendem Erfolg. Die Aufsichtsbehörde in Iowa warnte kürzlich vor einem starken Anstieg von Romance Scams und einer besonders perfiden Hybridform: dem „Beziehungs-Investment-Betrug“. Dabei vermischen Täter emotionale Manipulation auf Dating-Apps mit gefälschten Investmentangeboten.

Die Zahlen sind alarmierend: Die finanziellen Verluste durch Ausbeutung älterer Menschen verdoppelten sich in Iowa 2025 nahezu, von 7,27 auf 19,4 Millionen US-Dollar. In Nordirland verloren Bürger innerhalb von zehn Monaten über 866.000 Pfund an Liebesbetrüger. Diese Betrugsform ist Teil der größten Kategorie bei der US-Verbraucherschutzbehörde FTC: Betrug durch Identitätsdiebstahl.

Digitale Fallen: Phishing und Social-Media-Betrug boomen

Die Angriffsflächen vergrößern sich ständig, digitale Plattformen sind das primäre Schlachtfeld. Phishing-Angriffe erlebten im Januar 2026 einen signifikanten Anstieg. E-Mail bleibt die häufigste Kontaktmethode von Betrügern.

Anzeige

Wer sich gegen die zunehmenden KI-gestützten Betrugsmaschen wappnen möchte, sollte jetzt aktiv werden. Ein kostenloses E‑Book erklärt die aktuellen Cyber-Security-Trends, wie Phishing, CEO‑Fraud und Social‑Media‑Betrug funktionieren, und liefert praxisnahe Schutzmaßnahmen für Unternehmen und verantwortliche Mitarbeiter. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen

Soziale Medien haben sich zu einem besonders fruchtbaren Boden entwickelt. Laut einer Studie des Bank Policy Institute haben etwa 73 Prozent der US-Erwachsenen online schon einen Betrugsversuch erlebt, jeder Fünfte verlor Geld. Der Großteil des Betrugs startet auf Social-Media- und Messaging-Plattformen, mit gemeldeten Verlusten von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Volumen ist gewaltig: Milliarden von Betrugsnachrichten überschwemmen wöchentlich Verbraucher per SMS, E-Mail und in sozialen Netzwerken.

Die Bilanz: Weniger Fälle, aber höhere Schäden

Während die Gesamtzahl der gemeldeten Betrugsfälle relativ stabil blieb, sind die finanziellen Folgen dramatisch schlimmer geworden. Den jüngsten FTC-Daten zufolge summieren sich die Verluste der Verbraucher durch Betrug 2024 auf 12,5 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Treiber war nicht, dass mehr Menschen betrogen wurden, sondern dass ein höherer Prozentsatz der Opfer auch Geld verlor: 38 Prozent im Jahr 2024 gegenüber 27 Prozent im Jahr 2023. Den größten Anteil an den Verlusten hatten Investmentbetrug mit 5,7 Milliarden US-Dollar. Die zunehmende Effektivität der Betrugsmaschen ist offensichtlich, begünstigt durch Technologien wie KI und Zahlungsmethoden wie Kryptowährungen.

Weckruf an Verbraucher und Unternehmen

Angesichts der eskalierenden Bedrohung fordern Behörden zu erhöhter Wachsamkeit auf. Der zentrale Rat: Bei jeder unerwarteten oder dringenden Bitte um Geld oder persönliche Daten innehalten und die Quelle überprüfen. Besonders verdächtig sind ungewöhnlich professionell oder persönlich wirkende Nachrichten – ein Markenzeichen KI-generierter Inhalte.

Verbraucher sollten Anfragen über offizielle Websites oder bekannte Telefonnummern verifizieren, nicht über Links in der Nachricht. Opfer werden dringend gebeten, Vorfälle sofort ihrer Bank zu melden und bei nationalen Betrugszentralen wie der FTC zu reportieren. Die FTC betont auch die Rolle der Unternehmen als erste Verteidigungslinie. Sie müssen Mitarbeiter schulen und robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren. Im Kampf gegen die Betrugswelle ist die Zusammenarbeit von aufmerksamen Verbrauchern, wachsamen Unternehmen und reagierenden Behörden entscheidend.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.