KI-Boom, Speicherpreise

KI-Boom treibt Speicherpreise auf Rekordniveau

03.02.2026 - 16:00:12

Der globale Technologiemarkt steht vor einer teuren Zeitenwende. Führende Analysten warnen vor einem beispiellosen Preisschub bei Speicherchips, der die Kosten für PCs, Smartphones und Server in die Höhe treibt.

Die Lage ist ernster als gedacht. Die Marktforschungsfirma TrendForce hat ihre Prognose für das erste Quartal 2026 drastisch nach oben korrigiert. Statt der bereits hohen 55-60 Prozent erwartet das Unternehmen nun einen Preisanstieg bei DRAM-Speichern um 90 bis 95 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auch bei NAND-Flash-Speichern, die in SSDs stecken, rechnen die Experten mit einem Plus von 55 bis 60 Prozent.

Der Markt hat sich damit vollständig zu einem Verkäufermarkt gewandelt. Die Hersteller bestimmen die Preise – und die treiben sie konsequent nach oben. Verantwortlich ist die ungebremste Nachfrage aus dem KI-Sektor, die die weltweite Versorgungslage verschärft.

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KI frisst konventionelle Speicherkapazitäten

Anders als bei früheren Engpässen handelt es sich diesmal um eine strukturelle Verknappung. Die großen Speicherhersteller Samsung, SK Hynix und Micron konzentrieren ihre Produktion auf hochpreisige High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM). Diese Spezialchips sind essenziell für KI-Server und bringen deutlich höhere Margen.

Die Folge: Bis zu 70 Prozent der 2026 produzierten Speicherchips könnten in KI-Rechenzentren landen. Für die herkömmlichen DDR4- und DDR5-Speicher in Consumer-Geräten bleibt immer weniger Kapazität übrig. PC-Hersteller kämpfen bereits um die knappen Komponenten – eine der größten Versorgungskrisen der Halbleiterindustrie.

Preisschock erreicht Verbraucher

Die theoretische Krise wird für Verbraucher und Unternehmen spürbar konkret. Die Raspberry Pi Foundation erhöhte am 2. Februar bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit die Preise. Grund sind Speicherbauteile, die sich im letzten Quartal mehr als verdoppelt haben.

Selbst Apple spürt den Druck. Der Konzern warnte Analysten vor Lieferengpässen und steigenden Speicherkosten, die die Gewinnmargen belasten. Forschungsfirmen haben ihre Prognosen für den weltweiten Absatz von Smartphones und PCs bereits nach unten korrigiert. Ein Marktrückgang zeichnet sich ab.

Gartner bestätigt: Gerätemarkt verliert an Schwung

Die Analyse von Gartner unterstreicht den Zusammenhang. Die höheren Speicherpreise bremsen das Wachstum auf dem Gerätemarkt aus. Zwar soll das Gesamtvolumen 2026 auf 836 Milliarden US-Dollar steigen, das Plus schrumpft jedoch auf 6,1 Prozent.

Die teureren Komponenten erhöhen die Durchschnittspreise für neue Hardware. Das wiederum hält Verbraucher und Unternehmen vom Kauf ab. Besonders im Niedrigpreissegment werden die ohnehin schmalen Margen zusätzlich zusammengedrückt. Einige Analysten rechnen mit Preiserhöhungen für PCs um 20 Prozent oder mehr in diesem Jahr.

Keine Entspannung vor 2028

Experten sehen keine schnelle Besserung. Das grundlegende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird sich nicht kurzfristig auflösen. Der Bau neuer Fabriken dauert Jahre und erfordert Milliardensummen. Erst ab 2028 könnte zusätzliche Kapazität spürbar auf den Markt kommen.

Bis dahin wird der KI-Sektor den Markt dominieren. Solange Cloud-Anbieter und Hyperscaler ihre Infrastruktur massiv ausbauen, bleibt der Druck auf die konventionelle Speicherversorgung hoch. Die Hardware-Hersteller stehen vor einer schwierigen Wahl: die höheren Kosten selbst schlucken, sie an Kunden weitergeben oder bei Einsteigergeräten den Speicherumfang reduzieren. Eines ist sicher – Technik wird in absehbarer Zeit teurer bleiben.

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