Selenskyj, Attentate

Selenskyj: Attentate auf bekannte Ukrainer vereitelt

21.02.2026 - 20:18:16 | dpa.de

Kiews Sicherheitsdienste haben nach Angaben von PrÀsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Attentate auf prominente Ukrainer verhindert.

"Es ist gelungen, russische Söldner unschĂ€dlich zu machen, die AnschlĂ€ge auf unsere BĂŒrger planten", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. "Es handelt sich um ziemlich bekannte Namen, und dass solche Verbrechen verhindert werden konnten, ist ein bedeutendes Ergebnis", sagte er vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Die Russen hĂ€tten AnschlĂ€ge gegen ukrainische MilitĂ€rs, Geheimdienstmitarbeiter und ukrainische Medienvertreter vorbereitet und seien unschĂ€dlich gemacht worden, fĂŒhrte Selenskyj aus. Details nannte er nicht. Er dankte den Behörden fĂŒr den Schutz der BĂŒrger. An diesem Dienstag (24. Februar) geht der russische Angriffskrieg in sein fĂŒnftes Jahr.

Selenskyj besteht auf Teilnahme von EuropÀern an Verhandlungen

Mit Blick auf die Verhandlungen unter US-Vermittlung ĂŒber ein Kriegsende forderte Selenskyj einmal mehr eine Einbindung der EuropĂ€er. FĂŒr nĂ€chste Woche seien Treffen mit europĂ€ischen Partnern geplant. "Wir werden uns genau abstimmen, damit Europa in alle Prozesse eingebunden ist und nur noch stĂ€rker wird", sagte Selenskyj. Er informierte zudem ĂŒber ein GesprĂ€ch mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte, bei dem es ebenfalls um die Rolle der EuropĂ€er gegangen sei.

Russland lehnt eine Beteiligung der EuropÀer an den Verhandlungen ab, weil Moskau sie wegen der Waffenlieferungen an Kiew als Kriegspartei sieht. Der Kreml wirft den EuropÀern vor, nur ein Interesse an einer strategischen Niederlage Russlands zu haben - aber nicht an einem Frieden. Selenskyj sagte dagegen, dass den USA bei den Verhandlungen in Genf in der vergangenen Woche klar geworden sei, dass Moskau einem Frieden im Weg stehe.

Neue Sanktionen gegen Russland gefordert

Einmal mehr forderte Selenskyj auch weitere Sanktionen gegen Russland seitens der EU, um den Druck auf das Land zu erhöhen, die Kampfhandlungen einzustellen. Er selbst teilte mit, gegen 225 KapitĂ€ne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte, die russisches Öl transportieren, Sanktionen verhĂ€ngt zu haben. Selenskyj schlug auch vor, dass Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Sanktionen belegt werden mĂŒssten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstĂŒtzten.

Es mĂŒssten alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld zu verdienen fĂŒr seinen Krieg, sagte Selenskyj. Das Land mĂŒsse zu echter Diplomatie fĂŒr eine Beendigung des Krieges gezwungen werden.

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