KNDS, Aktie

KNDS Aktie: Lazard berÀt Doppellisting 2026

Veröffentlicht am: 19.05.2026 um 12:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Panzerbauer KNDS treibt seinen Börsengang 2026 mit Lazard als Berater voran und plant ein Doppellisting in Frankfurt und Paris.

KNDS Aktie: Lazard berÀt Doppellisting 2026 Illustration mit AI erstellt.
KNDS Aktie: Lazard berÀt Doppellisting 2026 Illustration mit AI erstellt.

Der deutsch-französische RĂŒstungskonzern KNDS hĂ€lt an seinem Fahrplan fest und treibt den Börsengang fĂŒr 2026 voran. Das Unternehmen hat die Investmentbank Lazard als Berater engagiert. Geplant ist ein Doppellisting in Frankfurt und Paris.

Zuletzt kursierten GerĂŒchte ĂŒber eine mögliche Verzögerung. KNDS-Chef Jean-Paul Alary wies diese Ende vergangener Woche jedoch zurĂŒck. Die Vorbereitungen laufen nach Plan. Der Vorstand hatte den Schritt bereits Ende 2025 beschlossen, um den Zugang zum Kapitalmarkt zu öffnen. Das Ziel: frisches Geld fĂŒr neue Technologien und den Ausbau der Produktion. Ein Doppellisting soll zudem eine flexiblere Unternehmensstruktur schaffen.

Ringen um die Anteile

Aktuell gehört KNDS zu gleichen Teilen dem französischen Staat und einer deutschen EigentĂŒmerfamilie. Die Erben des frĂŒheren Krauss-Maffei Wegmann-Konzerns wollen ihren Anteil reduzieren. Das ruft die Bundesregierung auf den Plan, die sich ĂŒber die staatliche KfW-Bank einkaufen will. KNDS-Chef Alary signalisierte bereits, dass er eine staatliche Beteiligung begrĂŒĂŸen wĂŒrde.

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Berlin will damit nationale Sicherheitsinteressen wahren und ein Gegengewicht zum französischen Einfluss aufbauen. Die KfW lĂ€sst den Einstieg derzeit von JPMorgan prĂŒfen. Allerdings gibt es Konkurrenz. Der Munitionshersteller CSG hat der EigentĂŒmerfamilie offenbar ebenfalls ein Angebot vorgelegt. Das dĂŒrfte spannend werden.

Volle AuftragsbĂŒcher

Finanziell steht der Panzerbauer robust da. KNDS verzeichnete zuletzt einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro. Der Jahresumsatz kletterte parallel dazu auf 3,8 Milliarden Euro. Das Management investiert die Gewinne direkt in den KapazitÀtsausbau.

Der Auftragsbestand summierte sich Ende 2024 auf rund 23,5 Milliarden Euro. Diese Summe sichert die UmsĂ€tze fĂŒr die kommenden Jahre ab. Um die AuftrĂ€ge abzuarbeiten, baut das Unternehmen seine Belegschaft massiv aus. Tausende neue Mitarbeiter kamen in den vergangenen Monaten an Bord. Der geplante Börsengang soll nun die nötige finanzielle FlexibilitĂ€t fĂŒr das weitere Wachstum liefern.

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