ROUNDUP, Knorr-Bremse

Knorr-Bremse erhöht Prognose und gibt Ziele 2030 aus - Aktie verliert

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 12:44 Uhr | dpa.de

Knorr-Bremse DE000KBX1006 hat nach einem robusten ersten Halbjahr die Prognose für das laufende Jahr erhöht.

Für 2026 werde ein Umsatz von 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro erwartet, teilte das im MDax DE0008467416 notierte Unternehmen am Mittwochabend in München mit. Damit wurde die untere Spanne um 100 Millionen erhöht. Die operative Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Sonderposten dürfte statt bei rund 14 Prozent nun bei 14 bis 14,5 Prozent liegen. Bei der neuen Jahresprognose nimmt das Unternehmen an, dass sich die Krise im Nahen Osten nicht verschärft oder länger anhält. Der Konzern setzte sich zudem Mittelfristziele für 2030. Die Anleger konnte das aber nicht begeistern, die Aktie fiel am Donnerstag.

Das Papier sackte bis zum Mittag um 6,4 Prozent auf 101,40 Euro ab. Im laufenden Jahr schrumpft das Kursplus damit auf knapp 7 Prozent. Analyst Lucas Ferhani von der US-Investmentbank Jefferies schrieb, die Prognoseerhöhung sei willkommen und zeige eine starke Umsetzung, auch wenn sie bei allen Kennzahlen im Rahmen der Erwartungen liege.

Experte Akash Gupta von JPMorgan attestierte dem Bremsenhersteller ein solides zweites Quartal. Der Umsatz und das operative Ergebnis hätten um bis zu vier Prozent über den Konsensschätzungen gelegen. Die für 2030 gesteckten Ziele wirkten auf ihn allerdings etwas zurückhaltend.

Im Geschäftsjahr 2030 werde ein Umsatz von rund 10 Milliarden Euro und eine operative Marge von rund 16 Prozent erwartet, hieß es vom Konzern. "Wir werden unser Kerngeschäft weiter stärken und uns darüber hinaus gezielt neue Wachstumsfelder erschließen", sagte Vorstandschef Marc Llistosella laut Mitteilung.

Das zweite Quartal habe weitgehend im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen, hieß es vom Unternehmen. Bei einem um 7,2 Prozent gestiegenen Umsatz von rund 2,14 Milliarden Euro lag die operative Marge bei 14,2 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Der Auftragseingang betrug rund 2,20 Milliarden Euro. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 174,3 Millionen Euro.

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