Kolumbiens, PrÀsident

Kolumbiens PrĂ€sident weist Trump-Drohungen zurĂŒck

05.01.2026 - 10:07:30

Kolumbiens PrĂ€sident Gustavo Petro hat scharf auf die jĂŒngsten Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump reagiert.

Die Äußerungen seien eine "illegitime Drohung", er werde sie genau prĂŒfen, schrieb Petro auf X. Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. "Sollten sie den PrĂ€sidenten festnehmen, den ein Großteil meines Volkes schĂ€tzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln." Damit dĂŒrfte Petro den Zorn des Volkes meinen - der Jaguar, die grĂ¶ĂŸte Raubkatze SĂŒdamerikas, ist in den RegenwĂ€ldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die SicherheitskrĂ€fte zur LoyalitĂ€t auf. "Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der SicherheitskrĂ€fte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen." Er habe Vertrauen in sein Volk: "Der Befehl an die SicherheitskrĂ€fte lautet, nicht auf das Volk zu schießen, sondern auf den Angreifer."

Trump: Kolumbien sei von "krankem Mann" regiert

Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert. Der Republikaner sagte, das Land werde von einem "kranken Mann" regiert, der es liebe, "Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen". Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen MilitĂ€reinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: "Das klingt fĂŒr mich gut."

Petro wies VorwĂŒrfe zurĂŒck, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies etwa auf große Kokainbeschlagnahmen und EinsĂ€tze gegen bewaffnete Gruppen. "Ich bin weder illegitim noch ein DrogenhĂ€ndler", schrieb er auf X.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Staatschef NicolĂĄs Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in SĂŒdamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort fĂŒr Kokain.

@ dpa.de