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Drohnen legen FlughÀfen in Kopenhagen und Oslo lahm

23.09.2025 - 09:32:08

KOPENHAGEN - Die Sichtung mehrerer großer Drohnen hat an den FlughĂ€fen in Kopenhagen und Oslo fĂŒr eine stundenlange Sperrung des Luftverkehrs und auch fĂŒr Reisende aus Deutschland fĂŒr Probleme gesorgt.

(neu: Situation am Flughafen Oslo ergÀnzt)

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die Sichtung mehrerer großer Drohnen hat an den FlughĂ€fen in Kopenhagen und Oslo fĂŒr eine stundenlange Sperrung des Luftverkehrs und auch fĂŒr Reisende aus Deutschland fĂŒr Probleme gesorgt. Man gehe unter anderem mit Blick auf Anzahl und GrĂ¶ĂŸe der Drohnen sowie Zeitpunkt des Vorfalls davon aus, dass es sich vermutlich um einen "fĂ€higen Akteur" handeln mĂŒsse, sagte der leitende Ermittler der Kopenhagener Polizei, Jens Jespersen, am Morgen auf einer Pressekonferenz.

Wegen der Sichtung von zwei bis drei grĂ¶ĂŸeren Drohnen war der Flugverkehr an dem Airport der dĂ€nischen Hauptstadt vom spĂ€ten Montagabend bis in die Nacht hinein fĂŒr rund vier Stunden gesperrt. Der Osloer Flughafen war gegen Mitternacht gesperrt und rund dreieinhalb Stunden spĂ€ter wieder freigegeben worden. Die norwegischen Ermittler prĂŒfen, inwieweit es einen Bezug zu den Drohnen in Kopenhagen gibt.

Zusammenhang mit Russland?

Jespersen von der Kopenhagener Polizei sagte, man gehe von einem Akteur aus, der die FĂ€higkeiten, den Willen und die Werkzeuge dazu habe, so etwas zu bewerkstelligen - vielleicht auch lediglich zu Übungszwecken. Wer genau dieser Akteur sein könnte, wisse er nicht. Auf die Frage, inwieweit Russland seine HĂ€nde im Spiel haben könnte, antwortete er: "Dazu kann ich nichts sagen. Ich weiß es einfach nicht." Eine konkrete Gefahrensituation fĂŒr Menschen habe es nicht gegeben.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor einen solchen Zusammenhang angedeutet. "Besondere Aufmerksamkeit haben wir den Verletzungen des Luftraums von Nato-Mitgliedstaaten durch Russland gewidmet, insbesondere am 22. September in Kopenhagen", berichtete er ĂŒber ein GesprĂ€ch mit der Chefin des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, in New York. "Wenn es keine entschlossene Reaktion der verbĂŒndeten Staaten und Institutionen auf aggressive Provokationen gibt, wird Russland diese fortsetzen", schrieb Selenskyj auf Telegram.

Stundenlange Sperrung

In Kopenhagen mussten rund 100 FlĂŒge nach Flughafenangaben in Verbindung mit der Drohnensichtung gestrichen werden, darunter auch mehrere aus und nach Deutschland. Rund 20.000 Passagiere waren insgesamt betroffen, wie Vertreter des Flughafens und der dĂ€nischen Flugsicherheit auf der Pressekonferenz sagten. Am (heutigen) Dienstag wird demnach mit weiteren VerspĂ€tungen bei AbflĂŒgen und Landungen gerechnet.

Turbulente Tage fĂŒr europĂ€ischen Luftverkehr

Damit kommt der europĂ€ische Flugverkehr weiter nicht zur Ruhe: Erst am Wochenende hatte ein Cyberangriff auf einen IT-Dienstleister zu BeeintrĂ€chtigungen an mehreren FlughĂ€fen gefĂŒhrt. Darunter waren die FlughĂ€fen Berlin, BrĂŒssel, London Heathrow und Dublin. Die Probleme hielten am Montag teilweise noch an.

Die FlughĂ€fen Kopenhagen-Kastrup und Oslo-Gardermoen zĂ€hlen neben Stockholm-Arlanda zu den grĂ¶ĂŸten Airports Skandinaviens. Aus der bei Touristen ĂŒberaus beliebten dĂ€nischen Hauptstadt fliegen tĂ€glich auch zahlreiche Passagiermaschinen in deutsche StĂ€dte.

@ dpa.de