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KORREKTUR/ Agrarminister: Nationale Krise in der Landwirtschaft

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 15:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

(Im 1. und 2. Absatz wurde klargestellt, dass es sich um eine "Krise von nationaler Tragweite" handelt und dass kein "Schadensereignis von nationalem Ausmaß" ausgerufen wurde.)BERLIN - Bei den DĂŒrre-SchĂ€den in der deutschen Landwirtschaft handelt es sich nach EinschĂ€tzung von Bundesagrarminister Alois Rainer um eine Krise von nationaler Tragweite.

(Im 1. und 2. Absatz wurde klargestellt, dass es sich um eine "Krise von nationaler Tragweite" handelt und dass kein "Schadensereignis von nationalem Ausmaß" ausgerufen wurde.)

BERLIN (dpa-AFX) - Bei den DĂŒrre-SchĂ€den in der deutschen Landwirtschaft handelt es sich nach EinschĂ€tzung von Bundesagrarminister Alois Rainer um eine Krise von nationaler Tragweite. Deshalb will der CSU-Politiker den Agrarbetrieben im Umfang von einer Milliarde Euro finanziell unter die Arme greifen. Im Zentrum der Hilfen stehen zwei LiquiditĂ€tsprogramme, bei denen Landwirte ohne bĂŒrokratischen Aufwand Darlehen zu niedrigen Zinsen erhalten sollen.

Ein formales "Schadensereignis von nationalem Ausmaß" wie bei der DĂŒrre 2018 oder den Hochwassern 2021 rief Rainer allerdings nicht aus. Nur dann leistet der Bund nĂ€mlich parallel zu den LĂ€ndern finanzielle Hilfe zum Schadensausgleich. Aber auf eine UnterstĂŒtzung der Landwirtschaft will Rainer trotzdem nicht verzichten. "Wenn die Substanz unserer Betriebe dauerhaft gefĂ€hrdet ist, dĂŒrfen wir nicht einfach zur Tagesordnung ĂŒbergehen", erlĂ€uterte der Minister in Berlin. Die Landwirte mĂŒssten handlungsfĂ€hig bleiben, um die ErnĂ€hrungssicherheit in Deutschland zu gewĂ€hrleisten.

Neben den LiquiditĂ€tsprogrammen soll es unter anderem steuerliche Erleichterungen sowie gezielte DĂŒngemittelhilfen geben. Außerdem kĂŒndigte Rainer an, die Direktzahlungen an die deutsche Landwirtschaft im kommenden Jahr einmalig auf 700 Millionen Euro zu erhöhen.

EnttÀuschende Erntebilanz

Hintergrund der Maßnahmen ist die Erntebilanz, die wegen des DĂŒrre-Sommers vielerorts enttĂ€uschend ausgefallen ist. In einigen Regionen hĂ€tten Trockenheit und Hitze teils "verheerende Spuren" hinterlassen, sagte Rainer. Die Erntemenge beim Getreide sank demnach mit rund 37,4 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent; in Bayern lag das Minus bei 8,6 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern - dem grĂ¶ĂŸten Rapsanbauland - gingen die HektarertrĂ€ge sogar um rund 25 Prozent zurĂŒck.

Dazu kommen steigende Produktionskosten - vor allem bedingt durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten - bei gleichzeitig sinkenden Erzeugerpreisen. Die Landwirtschaft stehe deshalb vor "multifaktoriellen Herausforderungen", sagte Rainer: "Es geht um die wirtschaftliche Existenz unserer Betriebe."

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