KORREKTUR / ROUNDUP: GFT Technologies enttÀuscht mit Gewinnziel - Aktie sackt ab
08.03.2024 - 14:16:31Dadurch rpt dadurch liege das Ziel fĂŒr den Vorsteuergewinn 2024 unter den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Im vierten Absatz wurde im ersten Satz die Sophos-Ăbernahme ergĂ€nzt. Der zweite Satz des Absatzes wurde gestrichen.)
STUTTGART (dpa-AFX) - Der IT-Dienstleister GFT Technologies DE0005800601 nimmt sich nach RĂŒckschlĂ€gen im vergangenen Jahr fĂŒr 2024 wieder stĂ€rkere ZuwĂ€chse vor. WĂ€hrend das TagesgeschĂ€ft wie erwartet um einen zweistelligen Prozentsatz zulegen soll, rechnet der Vorstand beim Vorsteuergewinn mit einem negativen Sondereffekt aus der Ăbernahme des Kernbanken-Spezialisten Sophos Solutions. Dadurch liege das Ziel fĂŒr den Vorsteuergewinn 2024 unter den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an.
Die GFT-Aktie verlor bis zur Mittagszeit rund sieben Prozent auf 29,80 Euro und war damit klares Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier damit rund viereinhalb Prozent eingebĂŒĂt.
Nachdem GFT-Chefin Marika Lulay ihre GeschĂ€ftsziele im vergangenen Jahr mehrfach gekappt hatte, nimmt sie sich fĂŒr 2024 einen Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 920 Millionen Euro vor. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern soll um 16 Prozent auf 85 Millionen Euro steigen.
FĂŒr den Gewinn vor Steuern hat die Managerin hingegen wegen der Sophos-Ăbernahme nur einen Anstieg um sechs Prozent auf 72 Millionen Euro im Auge. GFT hatte das Unternehmen aus Kolumbien im Februar ĂŒbernommen. Sophos Solutions konzentriert sich auf die Modernisierung von Kernbankensystemen und Cloud Computing und hat nichts mit dem britischen Softwareanbieter Sophos zu tun, der Virenschutzprogramme herstellt.
Im abgelaufenen Jahr steigerte GFT den Umsatz nach vorlĂ€ufigen Zahlen um zehn Prozent auf knapp 802 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn legte wegen Belastungen durch Sondereffekte um drei Prozent auf rund 68 Millionen Euro zu. Der Ăberschuss wuchs um fĂŒnf Prozent auf 48 Millionen Euro.
GFT hat sich auf die Digitalisierung von Banken und Versicherungen spezialisiert. Viele dieser Unternehmen erneuern in jĂŒngster Zeit ihre Computersysteme. Allerdings hielten sich viele Kunden 2023 bei den Investitionen zurĂŒck. Die GFT-FĂŒhrung hatte ihre Umsatzprognose daher im vergangenen Jahr mehrfach gesenkt.

