KOSPI: SK Hynix und Samsung stürzen ab
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 01:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Massive Kursverluste erschüttern den Aktienmarkt in Seoul. Berichte über technologische Durchbrüche in China versetzen Anleger in Panik. Der Leitindex KOSPI verzeichnete am Dienstag seinen bisher schwersten Einbruch des laufenden Jahres.
Panik stoppt den Handel
Die Börse aktivierte während der Sitzung zeitweise einen Handelsstopp der Stufe eins. Dieses regulatorische Eingreifen sollte den freien Fall bremsen, nachdem der Index innerhalb kurzer Zeit massiv absackte. Nach der Wiederaufnahme des Geschäfts setzte sich die Talfahrt jedoch fort.
Der KOSPI verlor bis zum Handelsschluss 7,44 Prozent an Wert. Er steht damit aktuell bei 6.253,16 Punkten. Marktbeobachter sehen in einer heftigen Sektorrotation weg von Tech-Werten den Hauptgrund für den Abverkauf.
Halbleiter-Riesen knicken ein
Vor allem die heimische Chip-Industrie gerät ins Visier der Verkäufer. Die Aktie von SK Hynix stürzte um 14,7 Prozent ab. Hintergrund ist der rasante Aufstieg des chinesischen Konkurrenten CXMT, der bei seinem Börsendebüt massives Interesse weckte.
Samsung Electronics verlor parallel dazu 13,4 Prozent. Die Nachricht über erfolgreiche Massenproduktionen chinesischer Lithografie-Werkzeuge schürt Zweifel an der künftigen Dominanz südkoreanischer Hersteller. Marktteilnehmer hinterfragen zudem die langfristige Profitabilität des aktuellen KI-Booms.
Der Abverkauf griff im Handelsverlauf auf andere Sektoren über. Hanwha Aerospace verlor über acht Prozent, während Kia Corporation rund sechs Prozent einbüßte. Das Verhältnis von Kursverlierern zu Gewinnern lag bei fast neun zu eins.
Druck durch Makro-Daten
Hinzu kommt eine Belastung durch den Rohstoffmarkt. Brent-Rohöl kletterte erstmals seit Mai über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Der schwache südkoreanische Won verteuert parallel dazu die Energieimporte der exportorientierten Nation massiv.
Technisch gesehen bleibt die Situation prekär. Zwar deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 34,4 auf eine überverkaufte Lage hin. Die fundamentale Nervosität hält jedoch an, da am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve ansteht.
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