KPS, Goodwill

KPS: Goodwill übersteigt Eigenkapital

08.05.2026 - 22:25:09 | boerse-global.de

Umsatz- und Gewinnrückgang bei KPS AG im ersten Halbjahr. Die Aktie fällt stark, während der Vorstand an der Jahresprognose festhält.

KPS: Goodwill übersteigt Eigenkapital - Foto: über boerse-global.de
KPS: Goodwill übersteigt Eigenkapital - Foto: über boerse-global.de

KPS AG steckt operativ in der Klemme. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/2026 sanken sowohl der Umsatz als auch der operative Gewinn deutlich. Der Kapitalmarkt reagiert empfindlich auf diese Entwicklung. Die Aktie verlor heute mehr als sieben Prozent und notiert nur noch knapp über ihrem Jahrestief von 0,32 Euro.

Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr

Der IT-Berater erwirtschaftete in den ersten zwei Quartalen einen Umsatz von 54,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren es noch 64,7 Millionen Euro. Parallel dazu schrumpfte das EBITDA auf 3,5 Millionen Euro zusammen.

Die operative Marge sank im Vergleich zum Vorjahr auf 6,4 Prozent. Trotz der schwachen Dynamik hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Er peilt weiterhin einen Umsatz zwischen 99 Millionen und 110 Millionen Euro an.

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Das EBITDA soll bis zum Geschäftsjahresende einen Wert zwischen 2,0 Millionen und 6,7 Millionen Euro erreichen. Michael Hessing führt seit Februar das Finanzressort. Er übernimmt die Aufgabe in einer schwierigen Phase. Die Führungsebene muss nun beweisen, dass die gesteckten Ziele realistisch bleiben.

Ungleichgewicht in der Bilanz

Ein Blick in die Bücher offenbart Risiken. Der Goodwill liegt mit rund 47 Millionen Euro deutlich über dem Eigenkapital von etwa 28 Millionen Euro. Michael Tsifidaris hält als Ankeraktionär weiterhin 29,1 Prozent der Anteile. Indes befinden sich 45,3 Prozent der Papiere im Streubesitz.

Für Investoren war das letzte Jahr schmerzhaft. Seit Jahresbeginn verlor das Papier fast 45 Prozent an Wert. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von knapp 58 Prozent in der Statistik. Die hohe Volatilität von über 66 Prozent unterstreicht die aktuelle Nervosität am Markt.

Das Unternehmen muss in der zweiten Jahreshälfte deutlich zulegen. Nur so erreicht der Konzern das untere Ende der Umsatzprognose von 99 Millionen Euro. Der Spielraum für operative Rückschläge ist angesichts der Bilanzstruktur gering.

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