Weimer, Ludwig-Erhard-Gipfel

Weimer: HĂ€tte mir bei Ludwig-Erhard-Gipfel Ärger sparen können

14.02.2026 - 14:12:00 | dpa.de

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat eingerĂ€umt, dass er beim Streit um sein Medienunternehmen und dessen Ludwig-Erhard-Gipfel frĂŒher hĂ€tte handeln können.

"RĂŒckblickend wĂŒrde ich natĂŒrlich sagen, das hĂ€tte ich am Anfang besser gleich machen können, da hĂ€tte ich mir den Ärger im Herbst gespart", sagte der parteilose Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunks mit Blick auf das Übertragen seiner Verlagsanteile an einen TreuhĂ€nder.

Weimer wies darauf hin, dass er kein Profipolitiker sei. Als er in die Politik gegangen sei, habe er gefragt, was die Regeln seien. "Und die habe ich befolgt." Er habe dann aber in der Debatte gemerkt, dass es nicht nur um diesen formalen Aspekt gehe. "Es gibt eine politische Kultur, die von dir erwartet, dass aber auch wirklich alles, alles getrennt wird." Diesen Schritt habe er dann vollzogen.

Weimer ĂŒbertrug seine Unternehmensanteile an TreuhĂ€nder

Der Politiker und Unternehmer war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil die von ihm und seiner Frau gegrĂŒndete Weimer Media Group nach Medienberichten auf ihrem alljĂ€hrlichen Ludwig-Erhard-Gipfel Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern angeboten haben soll. Sie warb demnach explizit mit "Einfluss auf die politischen EntscheidungstrĂ€ger". An der Veranstaltung am Tegernsee nahmen regelmĂ€ĂŸig Bundesminister und andere Spitzenpolitiker teil.

Weimer sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, er trenne nicht sauber sein politisches Amt und privatwirtschaftliche Interessen. Nach dem Eintreten in die Bundesregierung hatte er zunĂ€chst nur seine Funktionen und Stimmrechte im Verlag abgegeben. SpĂ€ter ĂŒbertrug er seine Unternehmensanteile von 50 Prozent einem TreuhĂ€nder.

Angelegenheit ist fĂŒr Weimer erledigt

Im Deutschlandfunk sagte Weimer, der Vorgang sei fĂŒr ihn abgeschlossen. "Ich habe meine Lehren gezogen und jetzt ist alles wieder gut." Auf die Frage, ob es keine "SpĂ€tfolgen" gebe, antwortete er mit "nein". Die Angelegenheit spiele keine Rolle mehr.

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